Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hinunterbringen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung hi-nun-ter-brin-gen · hin-un-ter-brin-gen
Wortzerlegung hinunter- bringen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw., jmdn. nach dort unten bringen
  2. 2. [umgangssprachlich] etw. schlucken (können)
eWDG

Bedeutungen

1.
etw., jmdn. nach dort unten bringen
Beispiele:
wir konnten den schweren Schrank nicht allein hinunterbringen
Fanny brachte sie [die beiden Männer] hinunter (= begleitete sie nach unten) [ BrechtDreigroschenroman229]
2.
umgangssprachlich etw. schlucken (können)
Beispiele:
sie brachte keinen Bissen hinunter
Karl … konnte keinen Schluck der goldfarbigen Suppe hinunterbringen [ KafkaAmerika80]

Verwendungsbeispiele für ›hinunterbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt bringt er nichts mehr hinunter und nichts mehr zuwege. [Die Zeit, 29.07.1999, Nr. 31]
Der Justizrat brachte sie hinunter, durch den Garten zur Straße. [Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 18]
Karl und Ludwig bringen nachher den Tisch von nebenan hinunter. [Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 175]
Schon zu Beginn unseres Lebens in der neuen Wohnung begann meine Mutter, "unordentlich" zu werden, denn sie fing an, den Müll nicht hinunterzubringen. [Bild, 06.09.2000]
Obwohl mir die Gedärme vor Hunger kullerten, brachte ich kaum einen Bissen hinunter. [Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18152]
Zitationshilfe
„hinunterbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinunterbringen>.

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