hinunterschütten

Grammatik Verb · schüttet hinunter, schüttete hinunter, hat hinuntergeschüttet
Aussprache [hɪˈnʊntɐʃʏtn̩]
Worttrennung hi-nun-ter-schüt-ten · hin-un-ter-schüt-ten
Wortzerlegung hinunter-schütten

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ⟨jmd., etw. schüttet etw. irgendwohin hinunter⟩ eine flüssige oder pulvrige, körnige Substanz aus einem Gefäß von einer höher gelegenen Stelle auf eine niedrigere fließen lassen, rutschen lassen, kippen
  2. 2. [umgangssprachlich] ⟨jmd. schüttet etw. hinunter⟩ hastig, in wenigen Zügen trinken
Duden GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
jmd., etw. schüttet etw. irgendwohin hinuntereine flüssige oder pulvrige, körnige Substanz aus einem Gefäß von einer höher gelegenen Stelle auf eine niedrigere fließen lassen, rutschen lassen, kippenDWDS
Beispiele:
Eine Hausfrau aber hörte die Angreifer, schüttete einen Topf heiße Suppe auf sie hinunter und warf den Kupferkessel gleich hinterher. [Spiegel, 12.05.2013 (online)]
In einer der überraschendsten Szenen [des Theaterstücks] schütten Bauarbeiter eine Karre Schutt aus der Seitenloge auf den Platz hinunter. [Süddeutsche Zeitung, 31.01.2006]
übertragenDort [auf dem Küstenpfad im Süden von Gower] blüht im April der Stechginster und schüttet sein kräftiges Gelb die Hänge bis zum Klippenrand hinunter und schiebt es in den Mulden zwischen hellgrauen Kalksteinnarben in den blauen Himmel hinauf. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.1999]
[Die Grenze zwischen Serbien und Kroatien liegt hier] Oder dort, am Fuß des Tales, wo Qualm aus dem Müll steigt, den man achtlos den Hang hinuntergeschüttet hat. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.1994]
Der skurrile Sammler, einst über einen Einbruch maßlos empört, hatte ein ganzes Antiquariat aufgekauft und – um künftigen Dieben stilecht den Weg zu versperren – Tonnen alter Druckwerke die Kellertreppe hinunterschütten lassen. [Neues Deutschland, 24.10.1989]
Als Hausmeister im Hochhaus Weberwiese möchte ich auf folgendes hinweisen. Bei uns und auch in anderen Hochhäusern gibt es zwar moderne Müllschlucker, doch hätten in dem Schacht bequem zwei Rohre Platz, so daß man brauchbare Küchenabfälle getrennt aus den Wohnungen zum Keller hinunterschütten könnte. [Neues Deutschland, 05.06.1955]
2.
umgangssprachlich jmd. schüttet etw. hinunterhastig, in wenigen Zügen trinken
Beispiele:
Also beweisen Sie Ihre Leidenschaft für Bier bitte nicht damit, dass Sie in einer Minute eine Maß Bier hinunterschütten und sich danach übergeben. [Spiegel, 18.03.2016 (online)]
[…] es gibt böse Zungen, die behaupten, zur Buchmesse werde mehr hinuntergeschüttet als an (= bei) jeder Bierbrauerzusammenkunft. [Der Standard, 10.10.2012]
Dabei ist es mit dem Kaffee wie mit dem Tee: Man genießt ihn in kleinen Schlucken und schüttet ihn nicht in einem Zug hinunter. [Süddeutsche Zeitung, 25.04.2009]
Nebenbei schüttete er einen Mineraldrink hinunter und verzehrte eine Banane. [Süddeutsche Zeitung, 25.06.1998]
Die schalen Bierhallen und die bröckelnden Hinterhöfe animieren zu einer fatalen Traditionspflege: so hastig wie möglich Alkohol hinunterzuschütten, um so schnell wie möglich die Umwelt verschwimmen zu sehen. [Die Zeit, 17.08.1979, Nr. 34]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›hinunterschütten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hinunterschütten‹.

Zitationshilfe
„hinunterschütten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinuntersch%C3%BCtten>, abgerufen am 11.04.2021.

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