hobeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungho-beln
GrundformHobel
Wortbildung mit ›hobeln‹ als Erstglied: ↗Hobelbank · ↗Hobelbrett · ↗Hobelmaschine · ↗Hobelspan
 ·  mit ›hobeln‹ als Letztglied: ↗abhobeln · ↗aushobeln · ↗glatthobeln · ↗zurechthobeln
 ·  mit ›hobeln‹ als Grundform: ↗behobeln
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. mit dem Hobel, der Hobelmaschine bearbeiten
Beispiele:
Bretter, Holzplatten, einen Eichenstamm hobeln
der Tischler hobelt einen Sarg
gehobelte Holzleisten
Holz- und Metallflächen werden gehobelt, um ihre Dicke zu verringern
sprichwörtlich wo gehobelt wird, (da) fallen Späne (= bei der Durchführung notwendiger Maßnahmen können auch Unbeteiligte oder Unschuldige getroffen werden)
an etw. hobelnan etw. mit dem Hobel arbeiten
Beispiel:
er hobelte an einem Holzpfosten
2.
Gurken hobelnGurken mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden
Beispiele:
Kraut fein hobeln
Mohrrüben, rote Beete, Sellerie hobeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hobel · hobeln
Hobel m. ‘spanabhebendes Werkzeug zum Glätten von Holzflächen’, ahd. hobil (10. Jh.), mhd. hovel, hobel, mnd. hōvel ist eine Bildung mit dem Suffix germ. -ila- (für Gerätebezeichnungen) und im Sinne von ‘gebogenes, gekrümmtes Werkzeug’ (vgl. die Entsprechung lat. ferrum recurvum Ahd. Gl. 4, 279, 48) verwandt mit anfrk. huvil (9. Jh.), mhd. hübel, (md.) hubel, hobel, huvel, nhd. (mundartlich) Hübel ‘Anhöhe’, asächs. huƀil, mnd. hȫvel ‘Hügel, Haufen, Höcker’, mnl. hōvel, hoevel, huevel, nl. heuvel ‘Hügel, Buckel, Höcker’. Außergerm. vergleichbar sind lit. káupas, kaũpas ‘Haufen, Anhäufung, Übermaß’, aslaw. kupъ, russ. kúpa (купа) ‘Haufen, Menge’, so daß von einer Labialerweiterung ie. *keup-, *kūp- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ (s. ↗Hof und ↗hoch) ausgegangen werden kann. Vom Substantiv abgeleitet hobeln Vb. ‘mit dem Hobel Holz glätten’, spätmhd. hoveln, hobeln, frühnhd. (md.) höffelen, hof(f)eln, (obd.) hobeln (15. Jh.), mnd. hȫvelen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brett Kartoffel Pasta Scheibe Span Tischler Trüffel abhobeln bohren feilen glatt gleich hämmern kleben leimen schleifen schneiden schnitzen sägen zurecht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hobeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da ist schon sehr heftig gehobelt worden, da fielen Späne.
Die Welt, 30.07.2005
An den drei größten Blöcken des sozialen Netzes ist also schon kräftig gehobelt worden.
Die Zeit, 25.12.1992, Nr. 53
Im ersten Falle wird das Gemüse oder Obst in Scheiben oder Streifen geschnitten oder auch gehobelt.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 88
Kiefernbretter mit Nut und Feder bekommt man rauh und schon gehobelt.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 220
Abschließend werden die Oberkanten der Seitenteile eben gehobelt und auch ihre Unterseiten mit dem Bodenbrett bündig gehobelt.
Bernd Käsch, Heimwerker-Handbuch: Wiesbaden: Falken-Verlag Erich Sicker 1968, S. 123
Zitationshilfe
„hobeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hobeln>, abgerufen am 19.09.2019.

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