Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hobeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ho-beln
GrundformHobel
Wortbildung  mit ›hobeln‹ als Erstglied: Hobelbank · Hobelbrett · Hobelmaschine · Hobelspan
 ·  mit ›hobeln‹ als Letztglied: abhobeln · aushobeln · behobeln · glatt hobeln · glatthobeln · zurechthobeln
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. mit dem Hobel, der Hobelmaschine bearbeiten
Beispiele:
Bretter, Holzplatten, einen Eichenstamm hobeln
der Tischler hobelt einen Sarg
gehobelte Holzleisten
Holz- und Metallflächen werden gehobelt, um ihre Dicke zu verringern
sprichwörtlichwo gehobelt wird, (da) fallen Späne (= bei der Durchführung notwendiger Maßnahmen können auch Unbeteiligte oder Unschuldige getroffen werden)
an etw. hobelnan etw. mit dem Hobel arbeiten
Beispiel:
er hobelte an einem Holzpfosten
2.
Gurken hobelnGurken mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden
Beispiele:
Kraut fein hobeln
Mohrrüben, rote Beete, Sellerie hobeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hobel · hobeln
Hobel m. ‘spanabhebendes Werkzeug zum Glätten von Holzflächen’, ahd. hobil (10. Jh.), mhd. hovel, hobel, mnd. hōvel ist eine Bildung mit dem Suffix germ. -ila- (für Gerätebezeichnungen) und im Sinne von ‘gebogenes, gekrümmtes Werkzeug’ (vgl. die Entsprechung lat. ferrum recurvum Ahd. Gl. 4, 279, 48) verwandt mit anfrk. huvil (9. Jh.), mhd. hübel, (md.) hubel, hobel, huvel, nhd. (mundartlich) Hübel ‘Anhöhe’, asächs. huƀil, mnd. hȫvel ‘Hügel, Haufen, Höcker’, mnl. hōvel, hoevel, huevel, nl. heuvel ‘Hügel, Buckel, Höcker’. Außergerm. vergleichbar sind lit. káupas, kaũpas ‘Haufen, Anhäufung, Übermaß’, aslaw. kupъ, russ. kúpa (купа) ‘Haufen, Menge’, so daß von einer Labialerweiterung ie. *keup-, *kūp- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ (s. Hof und hoch) ausgegangen werden kann. Vom Substantiv abgeleitet hobeln Vb. ‘mit dem Hobel Holz glätten’, spätmhd. hoveln, hobeln, frühnhd. (md.) höffelen, hof(f)eln, (obd.) hobeln (15. Jh.), mnd. hȫvelen.

Typische Verbindungen zu ›hobeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hobeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›hobeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An den drei größten Blöcken des sozialen Netzes ist also schon kräftig gehobelt worden. [Die Zeit, 25.12.1992, Nr. 53]
Da ist schon sehr heftig gehobelt worden, da fielen Späne. [Die Welt, 30.07.2005]
Die kaufen es fertig gewürzt oder lassen es sich im Tal zumindest elektrisch hobeln. [Die Zeit, 07.12.2009, Nr. 49]
Einer, der bis tief in die Nacht sägte, hobelte und leimte. [Süddeutsche Zeitung, 27.10.2004]
Er soll lieber etwas tun dann, hobeln oder was weiß ich. [Die Zeit, 30.12.1966, Nr. 53]
Zitationshilfe
„hobeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hobeln>.

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