Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hochpeitschen

Grammatik Verb
Worttrennung hoch-peit-schen
Wortzerlegung hoch- peitschen
eWDG

Bedeutung

abwertend etw. forciert vorantreiben
Beispiel:
den Chauvinismus, die Leidenschaften hochpeitschen
jmdn. von neuem antreiben
Beispiel:
[diese Sehnsucht] peitschte … ihn wieder hoch, daß er die Erschlaffung nicht mehr spürte [ G. HermannKubinke89]

Verwendungsbeispiele für ›hochpeitschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hätte es ein paar Karikaturen zum »Kampf der Kulturen« hochgepeitscht? [Die Zeit, 15.03.2006, Nr. 11]
Er peitschte hoch und peitschte mit seinen nassen Tatzen über uns hinweg. [Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 240]
Sie werden nie wieder so kongenial spielen, so in die Klänge eintauchen, so vom Big‑Band‑Fieber hochgepeitscht werden wie an diesem Abend. [Die Zeit, 28.07.1989, Nr. 31]
Darüber hinaus wurde das Meer von den heftigen Winden hochgepeitscht. [Süddeutsche Zeitung, 21.09.1995]
Dass die amerikanische Politik und nicht das verbrecherische Regime in Bagdad europäische Emotionen hochpeitscht, ist allerdings unbestreitbar. [Die Welt, 16.04.2003]
Zitationshilfe
„hochpeitschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hochpeitschen>.

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