hochstilisieren

GrammatikVerb
Worttrennunghoch-sti-li-sie-ren
Wortzerlegunghoch-stilisieren
Wortbildung mit ›hochstilisieren‹ als Grundform: ↗hochstilisiert
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

einer Sache durch übertriebenes Lob, unverdiente Hervorhebung o. Ä. unangemessene Wichtigkeit oder übermäßigen Wert verleihen oder zu etw. Besserem machen, als sie in Wirklichkeit ist

Thesaurus

Synonymgruppe
anbeten · ↗beweihräuchern · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung beimessen · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung verleihen · ↗emporstilisieren · ↗hochjubeln · hochstilisieren · mit einem Glorienschein umgeben · mit einem Glorienschein versehen · ↗verbrämen · ↗verherrlichen · ↗verklären · ↗überhöhen  ●  ↗idealisieren  Hauptform · ↗anhimmeln  ugs. · ↗glorifizieren  geh. · ↗huldigen  geh.
Assoziationen
  • (einer Sache) zu viel Gewicht beimessen · zu hoch bewerten · zu viel Wichtigkeit beimessen · ↗überbewerten · ↗überschätzen
  • (verborgene) Absichten unterstellen · ↗hineininterpretieren · ↗hineinlesen  ●  ↗hineingeheimnissen  geh.
  • (ein) Geheimnis machen (aus) · geheimnisvolle Kräfte zuschreiben · magische Kräfte zuschreiben · ↗mystifizieren · zu einem Mysterium emporstilisieren
  • (ein) Loblied anstimmen (auf) · (jemandem) ein großes Lob aussprechen · (jemandem) großes Lob spenden · (jemandem) hohes Lob zollen · (jemandes) Lob singen · (jemandes) Loblied singen · ↗(sehr) rühmen · (sich) in Lobeshymnen ergehen · in den Himmel heben · in den höchsten Tönen loben · in den höchsten Tönen reden (von) · ↗lobpreisen · sehr loben  ●  (sich) in Lobtiraden ergehen  abwertend · (einer Sache / jemandem) Weihrauch spenden  geh., fig. · (jemandem einen) Lorbeerkranz flechten  geh., fig. · (jemandem) Lorbeerkränze flechten  geh., fig. · (jemandem) ein dickes Lob geben  ugs. · (sich) in Lobestiraden ergehen  geh., abwertend · des Lobes voll (sein)  geh. · voll des Lobes (sein)  geh. · über den grünen Klee loben  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abstimmung Affäre Auseinandersetzung Bedrohung Duell Ereignis Glaubensfrage Held Katastrophe Krise Kultfigur Landtagswahl Machtfrage Medium Mythos Märtyrer Notwendigkeit Politikum Presse Retter Schicksalsfrage Schicksalswahl Skandal Star Symbol Symbolfigur Testwahl Vertrauensfrage Wahlkampf stilisieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hochstilisieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich glaube eher, daß es nicht mehr so recht gelingen will, rechtschaffene Bücher zu den „Ereignissen“ hochzustilisieren, zu denen sie früher gemacht wurden.
Die Zeit, 24.09.1976, Nr. 40
Noch einmal wird er daher zu einem Ereignis von mythischer Dimension hochstilisiert.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1998
In unserer hektischen, ruhelosen Zeit ist es ebenso dumm wie stillos, alles zu Eilsachen hochzustilisieren.
Commer, Heinrich: Managerknigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1985], S. 8998
Sie war sprachlich hochstilisiert und doch ohne Purismus und Eigendünkel; sie bejahte die Welt und wollte gleichwohl christlich sein.
Borst, Arno: Religiöse und geistige Bewegungen im Hochmittelalter. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7709
Zu ihnen stieß ein Mönch Sergius, und alle drei ersannen gemeinsam eine neue Sekte, in der Muhammad zum Gott hochstilisiert worden sei.
Hagemann, Ludwig: Christentum und Islam: Die Hypothek der Geschichte - Ein Überblick. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 274
Zitationshilfe
„hochstilisieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hochstilisieren>, abgerufen am 22.05.2019.

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