hoffähig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunghof-fä-hig
WortzerlegungHof-fähig
Wortbildung mit ›hoffähig‹ als Erstglied: ↗Hoffähigkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

würdig, bei Hofe zu erscheinen
Beispiele:
er war nicht hoffähig
ein wenig hoffähiger Künstler
bildlich
Beispiel:
aber da man dazu [zum Stopfen der Löcher] fast weißes Garn, ungefärbt und ungebleicht, verwenden mußte ... gilt trotz tadellosen Stoffs die Hose als nicht mehr hoffähig (= salonfähig) [A. ZweigGrischa118]

Typische Verbindungen zu ›hoffähig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hoffähig‹.

Verwendungsbeispiele für ›hoffähig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einerseits bin ich dagegen, ihn aufzuwerten, ihn hoffähig zu machen.
Der Tagesspiegel, 31.01.2000
Aber ich hatte immer gedacht, sie wären nach 1945 nicht mehr hoffähig.
Die Zeit, 16.01.1995, Nr. 03
Adelige Damen, welche vor ihrer Ehe bei Hofe verkehrten, später aber einen Unadeligen, aber hoffähigen Herrn heiraten, bleiben hoffähig.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 29011
So würde, beispielsweise, Rahel auch als Gräfin nicht hoffähig sein.
Günter de Bruyn, Die Finckensteins: Berlin: Siedler 1999, S. 131
Eine bedeutsame Rolle spielten die großen Kurtisanen, die aus dem Volk hervorgegangen, oft reich, gefeiert und durchaus hoffähig waren.
Majumdar, A. K.: Indien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2405
Zitationshilfe
„hoffähig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hoff%C3%A4hig>, abgerufen am 10.04.2020.

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