hoffentlich

GrammatikAdverb
Aussprache
Worttrennunghoff-ent-lich (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

ich hoffe, dass …
Beispiele:
hoffentlich ist er gesund, wird er bald schreiben, kommt er rechtzeitig
du wirst doch hoffentlich morgen dabeisein?
hoffentlich ist ihm nichts passiert, schadet ihm die Anstrengung nicht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoffen · hoffentlich · Hoffnung · verhoffen · unverhofft
hoffen Vb. ‘mit Zuversicht erwarten, zuversichtlich glauben, Vertrauen in die Zukunft haben’, mhd. hoffen, mnd. hȫpen, hoppen, hapen, mnl. hōpen, nl. hopen, aengl. hopian (9. Jh.), engl. to hope. Die Herkunft des vielleicht durch die angelsächsische Mission auf dem Festland bekannt gewordenen und ahd. (gi)thingen, mhd. (ge)dingen ‘hoffen’ (zu ↗Ding, ↗dingen, s. d.) verdrängenden Verbs ist nicht geklärt. Eine Anknüpfung an die unter ↗hüpfen (s. d.) angegebenen Formen, die für hoffen eine Deutung ‘vor Erwartung aufspringen’ voraussetzt, ist fraglich. hoffentlich Adv. ‘möge es doch geschehen (, daß …), man kann erwarten, daß …’, mhd. hof(fen)lich Adj. ‘was zu hoffen ist, hoffend, Hoffnung erweckend’, zum Infinitiv hoffen gebildet; mit Gleitlaut -t- seit 17. Jh. Hoffnung f. ‘zuversichtliche Erwartung, Vertrauen in die Zukunft, Zuversicht’, mhd. hoffenunge. verhoffen Vb. heute nur noch in der Jägersprache im Sinne von ‘stehenbleiben, um zu sichern, sich unruhig umsehen, stutzig werden’ (vom Wild), mhd. verhoffen ‘stark hoffen, erwarten, die Hoffnung aufgeben, verzweifeln’. unverhofft Part.adj. ‘unerwartet, unvermutet, plötzlich, überraschend’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(es) bleibt zu hoffen, dass · hoffentlich · ich hoffe, dass

Typische Verbindungen
computergeneriert

baldig beendet beitragen dahin dann dauerhaft diesmal doch einkehren einmalig einsehen eintretend endgültig entstehend erfolgreich erfreulich ersparen friedlich funktionierend hauen heilsam klappen morgen nun sonnig verzeihen vorhanden vorübergehend warm zukünftig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hoffentlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kohl opferte die harte Deutsche Mark für die Option auf einen hoffentlich stabilen Euro.
Der Tagesspiegel, 28.07.2000
Irgendwer hat einmal gesagt, Geld ist eine Sicherheit, und mein Leben ist ja hoffentlich noch lang.
Die Welt, 12.03.1999
Die andern sind bleich bei der Geschichte geworden; hoffentlich schreckt es sie ab.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 105
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte wahr ist - hoffentlich ist sie es nicht.
Tucholsky, Kurt: An Walter B. Meyer, 27.11.1929. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929], S. 9776
Gott hat ihm beigestanden, den Herd der Revolutionen auf lange, hoffentlich auf immer, unschädlich zu machen.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8369
Zitationshilfe
„hoffentlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hoffentlich>, abgerufen am 16.11.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Hoffenster
hoffen
hoffärtig
Hoffart
Hoffähigkeit
Hoffest
höfflich
Hoffmannstropfen
Hoffnung
Hoffnungsanker