hopp

GrammatikAusruf
Aussprache

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  1. 1. ...
    1. a) fordert zum Springen auf
    2. b) [umgangssprachlich] Aufforderung, mit etw. zu beginnen; los!
  2. 2. [salopp] ⟨jmdn. hopp nehmen⟩ jmdn. festnehmen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
a)
fordert zum Springen auf
Beispiel:
Hopp, hopp, hopp! Pferdchen lauf Galopp [Kinderlied]
b)
umgangssprachlich Aufforderung, mit etw. zu beginnen   los!
Beispiele:
mach schon, hopp!
Zirkusallez hopp!
»Entweder sind Sie geheilt, dann hopp, oder nicht, dann heim!« [SeghersSiebtes Kreuz4,282]
2.
salopp jmdn. hopp nehmenjmdn. festnehmen
Beispiel:
»Sag's doch dem Schupo dort. Der nimmt ihn hopp [KästnerEmil84]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoppeln · hoppen · hopp · hopphopp · hoppla · hopsen · Hopser · Hopse · hops1 · hopsa · hopsasa · hopsala · hops2 · hopsgehen · hoppnehmen
hoppeln Vb. ‘kleine Sprünge machen, hüpfend springen, humpeln’, mhd. hoppeln. Das mit iterativem l gebildete Verb ist an eine das Aufspringen nachahmende und expressive (im Obd. daher unverschobene) Doppelkonsonanz aufweisende Wortform hopp- anzuschließen, die danach an lautlich und semantisch nahestehendes hoppen Vb. (s. ↗hüpfen) angelehnt worden ist. Ob die dort angeführten Verbformen mhd. (md.), nhd. (obd. md. nd.) hoppen als (von oben genanntem hopp- beeinflußte?) Lautvarianten von hüpfen, hopfen bzw. huppen oder aber besser als hier anzuschließende Vorformen von hoppeln aufzufassen sind, ist nicht zu entscheiden. Hierher gehört auf jeden Fall lautmalendes hopp Interjektion verstärkt hopphopp, hoppla, das aus dem Imperativ des Verbs hervorgegangen ist oder aber sogar als Ausgangsform für hoppen, hoppeln zu gelten hat; zur Verbreitung der Interjektion vgl. schwed. hopp, dän. hop sowie auch frz. hop und hop là. Heranzuziehen ist ferner das Intensivum hopsen Vb. ‘hüpfen, unbeholfen tanzen’, ahd. hoppazzen (11. Jh.), aengl. hoppetan, mit den Ableitungen Hopser m. ‘kleiner Sprung, schneller Tanz’ und Hopse f. Hüpfspiel der Kinder, sowie hops1 Imperativ und Interjektion, erweitert hopsa, hopsasa, hopsala, zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung, eines Sprunges oder Falles. Daneben hops2 Adv. ‘plötzlich verschwunden (gleichsam weggehopst, davongehüpft), verloren, weg’. In lockerer Umgangssprache hopsgehen Vb. ‘kaputt-, verlorengehen, ums Leben kommen’, gaunersprachlich ‘verhaftet werden’, hops-, hoppnehmen ‘festnehmen, verhaften’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›hopp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hopp‹.

Verwendungsbeispiele für ›hopp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man kommt in Treblinka an und hopp! schwebt man in der Landschaft davon!
konkret, 1991
Und vor dem Bahnhof von Gneez nahm S. A. in Zivil ihn hopp.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 430
Zwischen Maffeistraße und Promenadeplatz wurden wir abermals hopp genommen, abermals auf die Polizei geführt.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26201
Zitationshilfe
„hopp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hopp>, abgerufen am 28.03.2020.

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