hops

GrammatikAusruf
Aussprache
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
a)
fordert zum Springen auf   hopp
b)
umgangssprachlich plötzlich
Beispiele:
schon ist er hops wieder unten (= schon ist er wie mit einem Sprung wieder unten)
[viele Menschen] karussellen immer schneller in den Tod und dann, hops, sind sie weg [SteinbergUhren286]
2.
salopp etw., jmd. ist hopsetw., jmd. ist verloren
Beispiele:
sein Ruf ist nun hops
»Wenn sie mich der morgen noch mal vorführen, Herr Kriminalassistent, bin ich hops« [FalladaBlechnapf359]
etw., jmd. geht hops
Beispiele:
der Teller ist hops gegangen (= zerbrochen)
die ganze Besatzung ist hops gegangen (= umgekommen)
Das wäre ulkig, wenn an einem solchen Tage alle Hochzeitsgäste hops gingen (= festgenommen würden) [BrechtDreigroschenoperI 2]
jmdn. hops nehmenjmdn. festnehmen
Beispiel:
man hat ihn hops genommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoppeln · hoppen · hopp · hopphopp · hoppla · hopsen · Hopser · Hopse · hops1 · hopsa · hopsasa · hopsala · hops2 · hopsgehen · hoppnehmen
hoppeln Vb. ‘kleine Sprünge machen, hüpfend springen, humpeln’, mhd. hoppeln. Das mit iterativem l gebildete Verb ist an eine das Aufspringen nachahmende und expressive (im Obd. daher unverschobene) Doppelkonsonanz aufweisende Wortform hopp- anzuschließen, die danach an lautlich und semantisch nahestehendes hoppen Vb. (s. ↗hüpfen) angelehnt worden ist. Ob die dort angeführten Verbformen mhd. (md.), nhd. (obd. md. nd.) hoppen als (von oben genanntem hopp- beeinflußte?) Lautvarianten von hüpfen, hopfen bzw. huppen oder aber besser als hier anzuschließende Vorformen von hoppeln aufzufassen sind, ist nicht zu entscheiden. Hierher gehört auf jeden Fall lautmalendes hopp Interjektion verstärkt hopphopp, hoppla, das aus dem Imperativ des Verbs hervorgegangen ist oder aber sogar als Ausgangsform für hoppen, hoppeln zu gelten hat; zur Verbreitung der Interjektion vgl. schwed. hopp, dän. hop sowie auch frz. hop und hop là. Heranzuziehen ist ferner das Intensivum hopsen Vb. ‘hüpfen, unbeholfen tanzen’, ahd. hoppazzen (11. Jh.), aengl. hoppetan, mit den Ableitungen Hopser m. ‘kleiner Sprung, schneller Tanz’ und Hopse f. Hüpfspiel der Kinder, sowie hops1 Imperativ und Interjektion, erweitert hopsa, hopsasa, hopsala, zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung, eines Sprunges oder Falles. Daneben hops2 Adv. ‘plötzlich verschwunden (gleichsam weggehopst, davongehüpft), verloren, weg’. In lockerer Umgangssprache hopsgehen Vb. ‘kaputt-, verlorengehen, ums Leben kommen’, gaunersprachlich ‘verhaftet werden’, hops-, hoppnehmen ‘festnehmen, verhaften’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
entschwunden · ↗fort · hat sich verflüchtigt · nicht auffindbar · nicht aufzufinden · nicht zu finden · spurlos verschwunden · ↗unauffindbar · ↗verloren · verloren gegangen · vermisst (werden) · ↗verschollen · verschwunden · vom Winde verweht · von jemandem fehlt jede Spur  ●  ↗weg  Hauptform · (sich) in Luft aufgelöst haben  ugs. · abhanden gekommen  ugs. · ↗dahin  geh. · ↗flöten  ugs. · flöten gegangen  ugs. · ↗futsch  ugs. · futschikato  ugs., scherzhaft · hops  ugs. · ↗perdu  ugs., franz. · ↗sonst wo  ugs. · verschütt gegangen  ugs. · von Windows verweht  ugs., scherzhaft · wie vom Erdboden verschluckt  ugs. · wie weggeblasen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er macht die Leute nur mißtrauisch und geht erst recht hops.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 200
Zitationshilfe
„hops“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hops>, abgerufen am 18.06.2019.

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