hopsen

GrammatikVerb · hopste, ist gehopst
Aussprache
Worttrennunghop-sen
Wortbildung mit ›hopsen‹ als Erstglied: ↗Hopser · ↗Hopserei  ·  mit ›hopsen‹ als Letztglied: ↗aufhopsen · ↗davonhopsen · ↗emporhopsen · ↗heraushopsen · ↗herbeihopsen · ↗herumhopsen · ↗hochhopsen · ↗loshopsen · ↗umherhopsen · ↗vorbeihopsen
 ·  formal verwandt mit: ↗Hopse
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich wiederholt hüpfen, springen
Beispiel:
die Kinder hopsen im Kreis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoppeln · hoppen · hopp · hopphopp · hoppla · hopsen · Hopser · Hopse · hops1 · hopsa · hopsasa · hopsala · hops2 · hopsgehen · hoppnehmen
hoppeln Vb. ‘kleine Sprünge machen, hüpfend springen, humpeln’, mhd. hoppeln. Das mit iterativem l gebildete Verb ist an eine das Aufspringen nachahmende und expressive (im Obd. daher unverschobene) Doppelkonsonanz aufweisende Wortform hopp- anzuschließen, die danach an lautlich und semantisch nahestehendes hoppen Vb. (s. ↗hüpfen) angelehnt worden ist. Ob die dort angeführten Verbformen mhd. (md.), nhd. (obd. md. nd.) hoppen als (von oben genanntem hopp- beeinflußte?) Lautvarianten von hüpfen, hopfen bzw. huppen oder aber besser als hier anzuschließende Vorformen von hoppeln aufzufassen sind, ist nicht zu entscheiden. Hierher gehört auf jeden Fall lautmalendes hopp Interjektion verstärkt hopphopp, hoppla, das aus dem Imperativ des Verbs hervorgegangen ist oder aber sogar als Ausgangsform für hoppen, hoppeln zu gelten hat; zur Verbreitung der Interjektion vgl. schwed. hopp, dän. hop sowie auch frz. hop und hop là. Heranzuziehen ist ferner das Intensivum hopsen Vb. ‘hüpfen, unbeholfen tanzen’, ahd. hoppazzen (11. Jh.), aengl. hoppetan, mit den Ableitungen Hopser m. ‘kleiner Sprung, schneller Tanz’ und Hopse f. Hüpfspiel der Kinder, sowie hops1 Imperativ und Interjektion, erweitert hopsa, hopsasa, hopsala, zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung, eines Sprunges oder Falles. Daneben hops2 Adv. ‘plötzlich verschwunden (gleichsam weggehopst, davongehüpft), verloren, weg’. In lockerer Umgangssprache hopsgehen Vb. ‘kaputt-, verlorengehen, ums Leben kommen’, gaunersprachlich ‘verhaftet werden’, hops-, hoppnehmen ‘festnehmen, verhaften’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hoppeln · hopsen · ↗hüpfen · ↗springen  ●  ↗jumpen  norddeutsch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ball Bein Bett Bühne Flummi Mops Tänzer ab auf fröhlich her herum herumhopsen hin hüpfen klatschen kreischen lachen mit quer rennen rollen rumhopsen runter springen stampfen tanzen umher wackeln zappeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hopsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann hopst er weiter, so schnell, wie er gekommen war.
Süddeutsche Zeitung, 10.04.1999
Mit der Zeit aber erkennt die Maus immer schneller, daß es besser ist, beim aufsteigenden Ton zu hopsen.
o. A.: Haben Tiere doch ein Bewußtsein ? In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1998 [1997]
Sie lachten und drängten sich um ihn her und hopsten und reckten sich an ihm in die Höhe.
Viebig, Clara: Das Weiberdorf, Briedel u. Mosel: Houben 1996 [1900], S. 52
Wer auf zwei Beinen geht, kann, der Abwechslung halber, auch auf einem hopsen.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 1016
Er zog Elfie am Ärmel und hopste ungeduldig hin und her.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 365
Zitationshilfe
„hopsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hopsen>, abgerufen am 23.09.2019.

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