Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hopsen

Grammatik Verb · hopst, hopste, ist gehopst
Aussprache 
Worttrennung hop-sen
Wortbildung  mit ›hopsen‹ als Erstglied: Hopser · Hopserei  ·  mit ›hopsen‹ als Letztglied: Gehopse · aufhopsen · davonhopsen · emporhopsen · heraushopsen · herbeihopsen · herumhopsen · hochhopsen · loshopsen · umherhopsen · vorbeihopsen
 ·  formal verwandt mit: Hopse
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich wiederholt hüpfen, springen
Beispiel:
die Kinder hopsen im Kreis
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hoppeln · hoppen · hopp · hopphopp · hoppla · hopsen · Hopser · Hopse · hops1 · hopsa · hopsasa · hopsala · hops2 · hopsgehen · hoppnehmen
hoppeln Vb. ‘kleine Sprünge machen, hüpfend springen, humpeln’, mhd. hoppeln. Das mit iterativem l gebildete Verb ist an eine das Aufspringen nachahmende und expressive (im Obd. daher unverschobene) Doppelkonsonanz aufweisende Wortform hopp- anzuschließen, die danach an lautlich und semantisch nahestehendes hoppen Vb. (s. hüpfen) angelehnt worden ist. Ob die dort angeführten Verbformen mhd. (md.), nhd. (obd. md. nd.) hoppen als (von oben genanntem hopp- beeinflußte?) Lautvarianten von hüpfen, hopfen bzw. huppen oder aber besser als hier anzuschließende Vorformen von hoppeln aufzufassen sind, ist nicht zu entscheiden. Hierher gehört auf jeden Fall lautmalendes hopp Interjektion verstärkt hopphopp, hoppla, das aus dem Imperativ des Verbs hervorgegangen ist oder aber sogar als Ausgangsform für hoppen, hoppeln zu gelten hat; zur Verbreitung der Interjektion vgl. schwed. hopp, dän. hop sowie auch frz. hop und hop là. Heranzuziehen ist ferner das Intensivum hopsen Vb. ‘hüpfen, unbeholfen tanzen’, ahd. hoppazzen (11. Jh.), aengl. hoppetan, mit den Ableitungen Hopser m. ‘kleiner Sprung, schneller Tanz’ und Hopse f. Hüpfspiel der Kinder, sowie hops1 Imperativ und Interjektion, erweitert hopsa, hopsasa, hopsala, zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung, eines Sprunges oder Falles. Daneben hops2 Adv. ‘plötzlich verschwunden (gleichsam weggehopst, davongehüpft), verloren, weg’. In lockerer Umgangssprache hopsgehen Vb. ‘kaputt-, verlorengehen, ums Leben kommen’, gaunersprachlich ‘verhaftet werden’, hops-, hoppnehmen ‘festnehmen, verhaften’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hoppeln · hopsen · hüpfen · springen  ●  jumpen  norddeutsch

Verwendungsbeispiele für ›hopsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der Zeit aber erkennt die Maus immer schneller, daß es besser ist, beim aufsteigenden Ton zu hopsen. [o. A.: Haben Tiere doch ein Bewußtsein ? In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1998 [1997]]
Dann hopst er weiter, so schnell, wie er gekommen war. [Süddeutsche Zeitung, 10.04.1999]
Teils gelassen, teils elegant, teils sportlich hopsten wir an Beck. [Die Zeit, 21.09.1973, Nr. 39]
Ja, ich trainiere an Geräten und hopse in den Kursen mit. [Bild, 03.04.1998]
Und bald darauf hopst und tanzt die zusammengewürfelte Schar durch den Saal. [Der Tagesspiegel, 06.04.1999]
Zitationshilfe
„hopsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hopsen>.

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