Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hu

Alternative Schreibung huh
Grammatik Interjektion
Aussprache 

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ...
    1. a) drückt Frieren aus
    2. b) drückt Abscheu aus
    3. c) drückt Furcht, Erschrecken aus
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
a)
drückt Frieren aus
Beispiele:
hu, wie kalt!
hu, mich friert!
b)
drückt Abscheu aus
Beispiele:
hu, wie schmutzig!
hu, eine große Spinne!
c)
drückt Furcht, Erschrecken aus
Beispiele:
hu, ich habe Angst!
Hu! es wird mir gruselig! [ G. KellerZüricher Novellen7,351]
soll jmdm. Furcht, Schrecken einjagen
Beispiel:
»hu!« machte der Junge hinter der Tür, um den Besuch zu erschrecken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hu · huh
hu, huh Interjektion mhd. , ahū, Klagelaut des Frierens, Schauderns, Grausens, Entsetzens, lautmalend für Schluchzen, Hundegeheul und Eulenruf, auch Droh- und Scheuchlaut; in der Doppelung huhu! ‘hallo!’, Gruß und Zuruf aus der Ferne; vgl. berlin. er hat mir jehuhut ‘er hat mir huhu zugerufen’.

hott · hü
hott, Interjektion antreibende Fuhrmannsrufe an Zugtiere ‘vorwärts!’, auch richtungweisend hott ‘nach rechts!’ (15. Jh.), ‘nach links!’, verstärkt hotte!, hotta!, hotto!, hüa! und hottehü! oder in der Doppelung hott hott! Über Herkunft und Entstehung der Rufe ist nichts bekannt. Sie sind eingegangen in kindersprachliche Bezeichnungen für ‘Pferd’ wie Hottepferdlein (16. Jh.), Hottogaul (Schiller), Hottehüh, Hotto, schweiz. Hotteli. Zur Charakterisierung unentschlossenen Verhaltens in der Redensart weder hü noch hott sagen.
Zitationshilfe
„hu“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hu>.

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