hui

GrammatikAusruf
Aussprache
Formgeschichtelautnachahmend

Bedeutungsübersicht+

  1. a) [umgangssprachlich] bezeichnet eine sehr schnelle, plötzliche Bewegung
  2. b) Synonym zu hoi
  3. c) [salopp, abwertend] ...
eWDG, 1969

Bedeutungen

a)
umgangssprachlich bezeichnet eine sehr schnelle, plötzliche Bewegung
Beispiele:
hui, wie ihm auf einmal der Wind um die Ohren weht!
etw. geht im Hui (= blitzschnell)
[er] war im Hui angekleidet [BrochEsch152]
das Männlein aber war in einem Hui verschwunden [MörikeHutzelmännlein3,117]
Solang schabt er doch sonst nicht an sich herum. Der ist doch eher hui-hui (= flüchtig, oberflächlich) [SeghersSiebtes Kreuz4,254]
b)
Synonym zu hoi
Beispiele:
hui, das hätte ich gar nicht erwartet!
»Es ist Thea Rokitzer.« »Hui!« rief Editha leise [DodererStrudlhofstiege840]
c)
salopp, abwertend
Beispiel:
oben hui, unten pfui (= hinter einem aufgeputzten Äußeren verbirgt sich Liederlichkeit)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hui · Hui
hui Interjektion lautmalend für das Geräusch (Sausen, Brausen) einer plötzlichen Bewegung, Aufforderung zu schnellem Handeln, mhd. hui!. Auch Ausruf bei Überraschung, bei Freude, beim Anblick von etw. Schönem; daran anschließend die Reimformel huy und pfuy (um 1700), redensartlich oben hui, unten pfui. Als Adj. ‘schnell, übereilt, nachlässig’, ein huyer Sinn, ein huies Pferd (16. Jh.). Substantiviert Hui m. ‘Augenblick’ (15. Jh.), auff ein Hui ‘im Nu’ (Luther).

Verwendungsbeispiel für ›hui‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Abwanderung hat nach Ansicht von Stefan Fölster, Chef des Handelsforschungsinstitutes (HUI), "eindeutig schädliche Folgen für Schweden".
Die Welt, 03.04.1999
Zitationshilfe
„hui“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hui>, abgerufen am 29.03.2020.

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