husch

GrammatikAusruf
Aussprache
Formgeschichtelautnachahmend
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich
a)
bezeichnet eine schnelle und leise Bewegung
Beispiele:
husch, weg war er!
husch, da läuft eine Eidechse über den Weg!
diese Arbeit geht bei ihm husch husch (= er arbeitet schnell und oberflächlich)
Husch, die Treppe hinunter, aus dem Haus hinaus [FusseneggerAntlitz101]
ist ja husch (= schnell) verdient, das dicke Stück Marie [LeipBergung119]
b)
als Aufforderung, sich zu beeilen
Beispiel:
Still, leg dich, husch, lösch alle Lichter [SternheimHoseIII 2]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

huschen · husch · huscheln · Husche
huschen Vb. ‘sich schnell und lautlos fortbewegen, flüchtig dahingleiten’ (Ende 18. Jh.), zuvor hoschen (16. Jh.), Ableitung von husch Interjektion lautmalender Klagelaut bei Empfindung eines Kälteschauers, spätmhd. husch, dann (oft in der Doppelung husch, husch!) Ausdruck zur Charakterisierung einer schnellen Bewegung und von daher weiterentwickelt zum Scheuchruf. huscheln Vb. ‘eilig, oberflächlich und unordentlich arbeiten’ (19. Jh.). Husche f. ‘schnell vorüberziehender Regenschauer’ (15. Jh.), omd. und nd.
Zitationshilfe
„husch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/husch>, abgerufen am 09.12.2019.

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