idyllisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungidyl-lisch (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›idyllisch‹ als Erstglied: ↗Idyllik
eWDG, 1969

Bedeutung

wie in einem Idyll
Beispiele:
ein idyllischer Garten, idyllisches Fleckchen (Erde)
eine idyllische Oase
ein idyllisches Dasein
ein Grundstück, Hotel in idyllischer Lage, Umgebung
der idyllisch gelegene Kurort
ihr lebt ja hier ganz idyllisch!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Idyll · Idylle · idyllisch
Idyll n. ‘Bild des einfachen, beschaulichen Lebens in (ländlicher) Abgeschiedenheit, komisch -beschauliche Szene’, entlehnt im 18. Jh. aus lat. īdyllium, griech. eidýllion (εἰδύλλιον) ‘Bildchen, kleineres Gedicht, besonders mit Szenen aus dem Land- und Hirtenleben’, Deminutivbildung zu griech. é͞idos (εἶδος) ‘äußere Erscheinung, Gestalt, Form’, das zu griech. idé͞in (ἰδεῖν) ‘sehen, erblicken’ (s. ↗Idee) gehört. Weil unter den Gedichten Theokrits (3. Jh. v. u. Z.), die später die Bezeichnung griech. eidýllion erhalten, sich einige Hirtenlieder befinden, entwickelt Idyll in der europäischen Schäferdichtung seinen neuzeitlichen Sinn. Im Dt. setzt sich für die literarische Schilderung eines Idylls in lyrisch-dramatischer oder lyrisch-epischer Dichtung (vielleicht nach dem Vorbild von frz. idylle) die Bezeichnung Idylle f. durch (vgl. den Plur. Idyllen, Titel von Geßner 1756), die später auch gleichbed. mit Idyll gebraucht wird. idyllisch Adj. ‘ländlich-friedlich, beschaulich’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beschaulich · ↗friedvoll · ↗geruhsam · ↗harmonisch · ↗heimelig · ↗häuslich · idyllisch · ↗lauschig · ↗malerisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgeschiedenheit Anwesen Bergdorf Berglandschaft Bergwelt Biergarten Bucht Dorf Eiland Fischerdorf Fleck Flecken Flußlandschaft Hügellandschaft Innenhof Kleinstadt Landhaus Landleben Landschaft Parklandschaft Plätzchen Refugium Seenlandschaft Szenerie Tal Wanderweg Weiher Weiler gelegen geradezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›idyllisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst bei genauem Hinsehen erkennt man den Horror unter idyllischer Oberfläche.
Die Welt, 11.05.2002
Und auffällig häufig sucht er idyllische Bilder, nur, um sie gleich darauf zu zerstören.
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2001
Wenn Du mich sehen könntest, idyllischer könnte es nicht mehr sein.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 30.03.1942, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wir haben bisher hier, im Vergleich zu anderen Orten, ein idyllisches Leben geführt; das hat nunmehr aufgehört, und wir werden die Ohren steif halten müssen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 8009
Plötzlich entblößt der einstige Fischerort für die Touristen seine idyllischen Häuser.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 893
Zitationshilfe
„idyllisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/idyllisch>, abgerufen am 16.12.2018.

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