imperativ

GrammatikAdjektiv
Worttrennungim-pe-ra-tiv (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›imperativ‹ als Erstglied: ↗Imperativsatz · ↗imperativisch
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
befehlend, zwingend
Beispiele:
eine imperative Form, Formulierung
der imperative Ton, Beschluss
der imperative Sinn eines Satzes
Es sind jene [Träume], die […] durch die imperativen Körperbedürfnisse hervorgerufen werden, den Hunger, den Durst, das Sexualbedürfnis [FreudVorlesungen131]
2.
Sprachwissenschaft in der Form des Imperativs
Beispiele:
ein Verb in imperativer Verwendung
die imperativen Formen der Zeitwörter

Thesaurus

Synonymgruppe
alternativlos · imperativ · nicht verhandelbar · ohne Alternative · ↗unabdingbar · ↗unabweisbar · ↗unabwendbar · ↗unaufhaltsam · ↗unausweichlich · ↗unumgänglich · ↗unvermeidbar · ↗unvermeidlich · ↗vorherbestimmt · ↗zwingend  ●  daran führt kein Weg vorbei  fig. · programmiert  ugs. · ↗vorprogrammiert  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Charakter Mandat

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›imperativ‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Erfüllung von Wirtschaftsplänen hat in Frankreich nicht den imperativen Charakter wie in den sozialistischen Ländern.
Die Zeit, 19.05.1961, Nr. 21
So habe sie schließlich ihr schwieriges Amt im Sinne des imperativen Mandats doch noch vollgültig ausfüllen können.
konkret, 1988
Die Bühlersche Appellfunktion der Sprache müßte demnach in regulative und imperative Funktionen aufgespalten werden.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 367
In England brach mit dem autokratischen Wohlfahrtsstaat der Stuarts auch die imperative Monopolindustrie zusammen.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 670
Der verstärkte Einsatz monetärer Steuerungsinstrumente bei gleichzeitigem Festhalten am Prinzip der imperativen Zentralplanung führte zu Funktionsschwächen des Lenkungssystems.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - B. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 6345
Zitationshilfe
„imperativ“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/imperativ>, abgerufen am 18.02.2019.

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