implantieren

GrammatikVerb · implantierte, hat implantiert
Aussprache
Worttrennungim-plan-tie-ren
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›implantieren‹ als Grundform: ↗Implantation  ·  formal verwandt mit: ↗Implantat
eWDG, 1969

Bedeutung

Medizin fremdes Gewebe oder künstliche Organe in einen Körper einpflanzen
Beispiel:
Haut, Adern, ein künstliches Herz, Kunststoffe implantieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

implantieren · Implantation · Implantat
implantieren Vb. ‘einpflanzen, einpfropfen, einimpfen’ (um 1800), entlehnt aus spätlat. implantāre (implantātum) ‘einpflanzen’ (s. ↗pflanzen). In der Chirurgie ‘(ausgeschlagene Zähne) operativ einsetzen’ (Ende 19. Jh.), dann (im Unterschied zu ↗transplantieren, s. d.) ‘Gewebe (Haut), künstliche Organteile (Zapfen für Zähne), künstlich hergestellte Organe oder Geräte (Herzschrittmacher) in den lebenden Organismus operativ einsetzen’ (20. Jh.). Dazu Implantation f. ‘Einpflanzung’ auf fremden, anderen Boden (Mitte 19. Jh.), ‘operative Einsetzung bestimmter Teile in den Körper’ (Ende 19. Jh.). Implantat n. (in der Chirurgie) ‘das durch Implantieren Eingesetzte’ (20. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
einpflanzen · ↗einsetzen · implantieren
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Augenlinse Chip Chirurg Computerchip Defibrillator Eizelle Elektrode Embryo Gebärmutter Gehirn Haut Herzschrittmacher Hirn Hüfte Hüftgelenk Hüftprothese Kniegelenk Kopfhaut Kunstherz Linse Maus Mikrochip Niere Oberarm Prothese Rückenmark Schrittmacher Silikon Spritze Universitätsklinik

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›implantieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst braucht man eine heile Welt, dann implantiert man das Problem.
Süddeutsche Zeitung, 22.06.2002
Es ist auch möglich, ein Depot unter die Haut zu implantieren.
o. A.: Fremd im eigenen Körper. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1998 [1997]
Es wird neben dem Ohr implantiert und ist deshalb von außen nicht zu sehen.
Bild, 25.04.2000
Einer Frau dürfen laut Gesetz im Rahmen einer künstlichen Befruchtung maximal drei befruchtete Eizellen implantiert werden.
o. A. [bcs]: Mehrlingsgeburt. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1996]
Die knochenbildende Substanz wurde, gebunden an einen Träger, etwa aus Keramik, implantiert.
o. A. [ur.]: Osteopoetin. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1989]
Zitationshilfe
„implantieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/implantieren>, abgerufen am 21.05.2019.

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