implizit

GrammatikAdjektiv
Worttrennungim-pli-zit (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1969

Bedeutung

Wissenschaft mit eingeschlossen, mit enthalten, aber nicht ausdrücklich gesagt, nicht entfaltet
Gegenwort zu explizit
Beispiele:
der Verfasser vertritt implizit einen positivistischen Standpunkt
mit der Auswahl der Beiträge war auch eine implizite Wertung gegeben
Die Sprache kann implizit mehr geben, als sie expliziert [SnellAufbau d. Sprache67]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

implizieren · implizit · implizite · Implikation
implizieren Vb. ‘mit einschließen, einbeziehen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. implicāre ‘hineinwickeln, um etw. schlingen, in etw. verwickeln, verwirren’; zu lat. plicāre ‘(zusammen)falten’. Aus dem zugehörigen Part. Perf. lat. implicitus (neben implicātus) stammt implizit Adj. ‘mit eingeschlossen, mit enthalten, nicht entfaltet’, dessen Adverbform lat. implicitē im Dt. implizite Adv. (neuerdings dafür auch implizit) ‘einschließlich, inbegriffen’ ergibt (18. Jh.). S. auch ↗explizieren. Implikation f. ‘Einbeziehung, Beziehung zwischen zwei Sachverhalten’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. implicātio (Genitiv implicātiōnis) ‘Verwicklung, Verflechtung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(im) Subtext · eingeschlossen · enthaltend · implizit · mitgemeint · ↗mitschwingen(d) · ↗unausgesprochen  ●  eingewirkt  geh. · zwischen den Zeilen  ugs.
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Annahme Behauptung Eingeständnis Einkommensteuer Garantie Gedächtnis Gleichsetzung Informationsdarbietung Lernen Mindestlohn Norm Rationierung Staatsgarantie Staatsschuld Staatsverschuldung Theologie These Transaktionskosten Unterstellung Verschuldung Volatilität Wissen allenfalls ausdrücklich enthalten explizit mitschwingen nahelegen unterstellen zumindest

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›implizit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und zweitens sind sich implizit alle darüber einig, dass es gut ist, davon zu berichten.
Die Zeit, 06.09.2006, Nr. 37
Wieder andere Fragen sind nur implizit gestellt, und wir müssen uns bemühen, sie herauszuschälen.
konkret, 1989
Sie muß, implizit oder dann auch explizit, gefaßt sein auf ihre eigene Änderbarkeit.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 449
Eines Tages, meint der Philosoph implizit, werde sie alles Elend weggearbeitet haben.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 737
Ähnlich wie bei anderen zur Darstellung einer impliziten Lehre benutzten Bildwerken ist der eingefügte Text dabei konstitutiv.
o. A.: Lexikon der Kunst - B. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 17895
Zitationshilfe
„implizit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/implizit>, abgerufen am 15.10.2019.

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