imputieren

GrammatikVerb
Worttrennungim-pu-tie-ren
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich, veraltet (ungerechtfertigterweise) beschuldigen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich werde mir nicht erlauben, diesem Gerichtshofe zu imputieren, daß er sich durch diese Kritiken beeinflussen läßt; aber eine Bitte spreche ich aus.
Friedländer, Hugo: Fürst Bismarck gegen den Universitätsprofessor Dr. Theodor Mommsen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 28907
Andererseits ist es verdienstvoll, sich in bescheidenen Formen zu halten, wenn einem der Hochmut direkt imputiert wird.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 21826
Er imputiert dem Proletariat "wahre Interessen", unabhängig von den Wünschen und Zielen seiner Mitglieder.
Dahrendorf, Ralf: Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft, Stuttgart: Enke 1957, S. 158
Man sollte um Gottes willen dem Gesetzgeber nicht nachträglich alle Vorurteile imputieren, die sich seither in der deutschen Gesellschaft breitgemacht haben.
Süddeutsche Zeitung, 21.01.1999
Die Wirklichkeit drängt sich also vor und imputiert der Presse, was geschehen und was zu berichten ist.
Tucholsky, Kurt: Presse und Realität. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1921]
Zitationshilfe
„imputieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/imputieren>, abgerufen am 06.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
imputativ
Imputation
Imputabilität
impulsweise
Impulsvortrag
Imse
imstand
imstande
in
in concreto