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indirekt

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung in-di-rekt
Wortzerlegung in- direkt
Wortbildung  mit ›indirekt‹ als Grundform: Indirektheit
Herkunft aus gleichbedeutend indirectemlat
eWDG

Bedeutung

mittelbar, nicht auf direktem, geradem Wege, nur auf Umwegen verlaufend
in gegensätzlicher Bedeutung zu direkt
Beispiele:
die indirekte Anerkennung eines Staates
ein indirekter Beweis
eine indirekte Beleuchtung
indirekte Steuern
etw. auf indirektem Wege erreichen
etw. indirekt zugeben
jmd. ist nur indirekt betroffen von etw.
Sprachwissenschaftdie indirekte Rede (= die nicht wörtliche, abhängige Rede)
Sprachwissenschaftein indirekter Fragesatz (= ein abhängiger Fragesatz)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

direkt · indirekt
direkt Adj. ‘unmittelbar, geradezu, deutlich’, aus lat. dīrēctus ‘geradegerichtet, in gerader Richtung’, Part. Perf. zu lat. dīrigere ‘eine gerade Richtung geben, lenken’ (s. dirigieren), entlehnt und seit dem späten 15. Jh. in dt. Texten bezeugt, zuerst nur adverbial (in der lat. Form dīrēctē), seit dem Ende des 17. Jhs. auch attributiv gebraucht. – indirekt Adj. ‘mittelbar’, Gegenteil von direkt, spätlat. indīrēctō, mlat. indirecte Adv., mit negierendem in- (s. in-2); seit dem 16. Jh. in der mlat. Form im Dt., seit dem 18. Jh. eingedeutscht und auch attributiv.

Thesaurus

Synonymgruppe
indirekt · mehrstufig · mittelbar · über Umwege
Synonymgruppe
durch die Blume · hintenrum · in Andeutungen · indirekt · verblümt · versteckt
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
hintenrum · indirekt · ohne das Kind beim Namen zu nennen  ●  durch die Hintertür  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›indirekt‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›indirekt‹.

Verwendungsbeispiele für ›indirekt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin doch ehrlich gewesen, wenn ich selber sage, daß ich glaube, indirekt dazu beigetragen zu haben. [o. A.: Einhundertfünfzehnter Tag. Freitag, 26. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19114]
Doch übte allein schon die Diskussion eine indirekte reformerische Wirkung aus. [o. A.: T. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 1980]
Sicher nachweisen lassen sie sich bislang nur auf indirektem Wege. [Die Zeit, 16.12.1999, Nr. 51]
Diese lassen sich bisher nämlich nicht einmal indirekt nachweisen, dazu sind sie zu klein. [Die Zeit, 02.09.1999, Nr. 36]
Dennoch sind sich beide Herren in die Haare geraten – zumindest indirekt. [Die Zeit, 26.01.1996, Nr. 5]
Zitationshilfe
„indirekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/indirekt>.

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