infrastrukturell

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache [ˈɪnfʀastʀʊktuˌʀɛl]
Worttrennung in-fra-struk-tu-rell · inf-ra-struk-tu-rell
Wortzerlegung Infrastruktur-ell
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

die Infrastruktur betreffend
Kollokationen:
als Adjektivattribut: infrastrukturelle Maßnahmen, Einrichtungen, Verbesserungen, Projekte, Investitionen; infrastrukturelle Probleme, Mängel, Defizite; die infrastrukturellen Voraussetzungen, Bedingungen; die infrastrukturelle Entwicklung, Anbindung, Erschließung, Ausstattung
in Koordination: technisch und infrastrukturell; wirtschaftlich und infrastrukturell
Beispiele:
[…] »Viele Kommunen agieren in der Baulandpolitik eher verhalten und zögerlich, da mit der Ausweisung von Bauland weitere Folgekosten für infrastrukturelle Erschließung und Instandhaltung – u. a. Kinderbetreuungs‑ und Bildungseinrichtungen, technische Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur – verbunden sind.« [Die Welt, 10.05.2019]
Die Darmstädter [Fußballer] waren damals abgeschlagen Letzter in Liga eins, aber es war ein mittelgroßes Wunder, dass sie trotz spielerischer, finanzieller und infrastruktureller Nachteile überhaupt in der ersten Liga dabei waren. [Süddeutsche Zeitung, 11.12.2017]
[…] [es] wurde nur ein kleiner Teil des heute 6 Millionen Hektar[…] grossen Denali‑Nationalparks [in Alaska] für Besucher infrastrukturell erschlossen, um den ursprünglichen Charakter der Natur zu bewahren. [Neue Zürcher Zeitung, 27.02.2015]
Neben Arbeitskreisen zu E‑Mobilität und dezentraler Energieversorgung stehen auch verschiedene soziale und infrastrukturelle Programme ganz oben auf der Liste der Stadtwerke […]. [Die Welt, 18.06.2010]
[Der Architekt] Ponti plante nach eigenen Worten die Errichtung der grössten und beeindruckendsten Seilbahnanlage der Welt sowie ein touristisches Unternehmen der Superlative [in den Dolomiten]. Die Planung der infrastrukturellen Einrichtungen mit sämtlichen Stationsgebäuden der Haupt‑ und Nebenlinien, Hotels und Restaurantbetrieben bildete dabei die Hauptaufgabe […]. [Neue Zürcher Zeitung, 07.12.1998]
Diese fünf [ostdeutschen] Länder haben eine wesentlich geringere Wirtschafts‑ und Steuerkraft und einen infrastrukturellen Nachholbedarf. Sie werden deshalb noch längere Zeit auf die solidarischen Finanzhilfen der westdeutschen Länder und des Bundes angewiesen sein. [Frankfurter Rundschau, 17.12.1998]
Infrastrukturelle Einrichtungen wie Abwasserbeseitigung oder Trinkwasserversorgung müssen für den Spitzenbedarf in der [Urlaubs-]Hochsaison gerüstet sein (wenn etwa in Rottach‑Egern [in Bayern] der Wasserverbrauch auf das Doppelte des Jahresschnitts steigt)[…]. [Der Spiegel, 05.09.1977, Nr. 37]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›infrastrukturell‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›infrastrukturell‹.

Zitationshilfe
„infrastrukturell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/infrastrukturell>, abgerufen am 16.01.2021.

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