jovial

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungjo-vi-al (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›jovial‹ als Grundform: ↗Jovialität
eWDG, 1969

Bedeutung

heiter-wohlwollend gesinnt
Beispiele:
ein jovialer Chef
in jovialer Laune
mit jovialem Kopfnicken
jovial reden, lächeln
jmdn. jovial begrüßen
jmdm. jovial auf die Schulter klopfen
Er winkte Frank jovial zu [WeiskopfAbschied v. Frieden1,402]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

jovial · Jovialität
jovial Adj. ‘gönnerhaft, wohlwollend, heiter, lustig’. Im 18. Jh. wird frz. jovial ‘fröhlich, lustig’, eine Entlehnung über ital. gioviale aus lat. Ioviālis ‘Jupiter zugehörig’, ins Dt. übernommen. Die Bedeutung ‘fröhlich, lustig’ (schon im Ital.) entwickelt sich aus der Vorstellung der mittelalterlichen Astrologie, die meint, daß die im Zeichen des Planeten Jupiter (nach dem römischen Göttervater Iuppiter, Genitiv Iovis, benannt) Geborenen mit einem glücklichen Schicksal und heiterer Gemütsart begabt seien. Älter sind die unmittelbar ans Lat. anknüpfenden Formen jovialisch (Ende 16. Jh.) und (mit der Bedeutung ‘vom Planeten Jupiter abhängig’) jovisch (Paracelsus). Jovialität f. ‘Leutseligkeit’ (18. Jh.), frz. jovialité ‘Frohsinn, Heiterkeit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
großzügig · ↗gönnerhaft · jovial · ↗leutselig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auftreten Charme Freundlichkeit Gemütlichkeit Gestus Grinsen Herzlichkeit Lachen Landesvater Lebemann Lächeln Rheinländer Schulterklopfen Schulterklopfer Tonfall Umgangston auftretend bodenständig derb hemdsärmelig humorvoll klopfen leutselig liebenswürdig locker neigend rundlich umgänglich wirkend zuwinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›jovial‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine joviale Art galt als volksnah, sie war seine Stärke.
Die Zeit, 23.01.2012, Nr. 04
So viel Mut zum Risiko hätten die meisten von dem bislang eher jovialen Jara denn doch nicht gerechnet.
Die Welt, 16.09.2002
Jetzt tritt der Pilot neben sie, ein jovialer Mann von etwas über fünfzig, und fragt sie etwas.
Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 617
Sein Vater empfing mich statt seiner, ein breiter, jovialer alter Herr.
Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1939], S. 147
Er lachte jovial und ging hinaus, und Schwester Maria folgte ihm, ohne Holt noch einmal anzusehen.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 122
Zitationshilfe
„jovial“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/jovial>, abgerufen am 22.10.2019.

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