kümmeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungküm-meln (computergeneriert)
GrundformKümmel
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
mit Kümmel zubereiten
2.
umgangssprachlich Alkohol, bes. Schnaps, trinken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kümmel · Köhm · Köm · kümmeln · Kümmeltürke
Kümmel m. Gewürzpflanze, deren als Gewürz dienende Samenkörner sowie ein mit Kümmel aromatisiertes alkoholisches Getränk. Der Ursprung der Pflanze und ihres Namens liegt im Orient. Als Vorstufen von griech. kýmīnon (κύμινον) kommen semit. Formen wie arab. kammūn, hebr. kammōn in Frage. Ahd. kumi, kumin (9. Jh.), mhd. kumin, mnd. kȫme(n), kāme, kȫmel, kömmel, nd. Kömen, Kömel, verkürzt Köhm, Köm m. ‘Kümmel(schnaps)’ ist entlehnt aus dem aus dem Griech. stammenden lat. cumīnum, cymīnum. Die heute im Dt. allein übliche Form mit auslautendem, durch Dissimilation entstandenem -l ist bereits ahd. belegbar, vgl. ahd. kumil (11. Jh.). kümmeln Vb. ‘Kümmelschnaps (nd. Köhm, s. oben) trinken’, dann allgemein ‘zechen, dem Alkohol kräftig zusprechen’ (18. Jh.). Kümmeltürke m. ‘Spießer, Angeber’, burschikoser Ausdruck für einen Studenten aus der Kümmeltürkei, wie die Gegend um Halle, die als besonderes Anbaugebiet für Kümmel galt, scherzhaft genannt wurde (18. Jh.). Danach allgemeines Schimpfwort, aber auch in der Wendung arbeiten wie ein Kümmeltürke ‘schwer arbeiten, schuften’.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch sollte man mal einen kümmeln können.
Die Zeit, 11.01.1982, Nr. 02
Zitationshilfe
„kümmeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kümmeln>, abgerufen am 26.06.2019.

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