kalkig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung kal-kig
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
kalkhaltig
Beispiele:
kalkiger Boden
kalkiges Wasser, Gestein
kalkige Erze, Ablagerungen
2.
kalkweiß
a)
weiß wie Kalk, sehr bleich, fahl
Beispiele:
ihr Gesicht war von einer kalkigen Blässe
seine Haut war kalkig weiß, grau
Die Lampen überfluteten den Kai und das Schiff mit einem kalkigen Licht [ AnderschSansibar65]
b)
weiß von, durch Kalk
Beispiel:
alle Bäume und Sträucher in der Umgebung des Kalkwerkes sind kalkig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kalk · kalken · kalkig · Kalkstein · Kalzium
Kalk m. ‘gebrannter Kalkstein’, oft auch ‘Mörtel, Tünche’, ahd. (8. Jh.), mhd. kalc, entlehnt aus lat. calx (Genitiv calcis) ‘Stein, Kalkstein, roher oder gelöschter Kalk’, griech. chálix (χάλιξ), einem Wort, das die Germanen mit dem Steinbau bei den Römern kennenlernen, vgl. asächs. mnd. kalk, mnl. calc, nl. kalk, aengl. *cælc, cealc (woraus engl. chalk ‘Kreide’). kalken Vb. ‘mit Kalkmilch streichen, tünchen’, ahd. (9. Jh.), mhd. kelken. kalkig Adj. ‘kalkhaltig, weiß von Kalk, bleich wie Kalk’ (18. Jh.), älter (17. Jh.) kalkicht. Kalkstein m. (15. Jh.). Kalzium n. weiches, silberglänzendes Leichtmetall, engl. calcium, gelehrte Bildung des englischen Chemikers Davy (1808) zu lat. calx (s. oben).

Typische Verbindungen zu ›kalkig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ablagerunge Boden Gesicht Schale Wand Weiß kieselig sandig tonig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kalkig‹.

Verwendungsbeispiele für ›kalkig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da hing das Bett hochgeklappt an der Wand, an der kalkigen, häßlichen Wand.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 133
Der trockene kalkige Boden läßt nur eine spärliche Vegetation zu.
Die Zeit, 10.05.1985, Nr. 20
Die Gegend ist anders, auch wohl schön, aber stellenweise mager, kalkig.
Brief von Johannes Haas vom 10.10.1915. In: Witkop, Philipp (Hg.), Kriegsbriefe gefallener Studenten, München: Müller 1928 [1915], S. 154
Ob der Boden mehr sauer oder mehr kalkig ist, kümmert sie weniger.
Der Tagesspiegel, 18.05.2001
Die Lampen überfluteten den Kai und das Schiff mit einem kalkigen Licht.
Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund, Olten: Walter 1957 [1957], S. 71
Zitationshilfe
„kalkig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kalkig>, abgerufen am 22.09.2020.

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