kandidieren

Grammatik Verb · kandidiert, kandidierte, hat kandidiert
Aussprache 
Worttrennung kan-di-die-ren
Herkunft Kandidat
eWDG

Bedeutung

bei einer Wahl Kandidat sein
Beispiele:
bei den nächsten Wahlen wird N kandidieren
N kandidiert für die Wahl zum Abgeordnetenhaus, für den Posten des Generalsekretärs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kandidat · Kandidatur · kandidieren
Kandidat m. ‘Bewerber um einen akademischen Grad’ (16. Jh.), ‘Bewerber um ein Amt, Anwärter’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. candidātus ‘Bewerber’. Das von lat. candidus ‘schimmernd, glänzend, weiß’ (zu lat. candēre ‘glänzen, schimmern’) abgeleitete Adjektiv bedeutet ‘weiß gekleidet’ und bezeichnet in seiner Substantivierung zunächst den ‘mit einer weißen Toga (toga candida) bekleideten Bewerber um ein Amt in Rom’, dann allgemein den ‘Bewerber, Anwärter’. In erweiterter Verwendung Wahlkandidat (18. Jh.), scherzhaft Heiratskandidat (19. Jh.), Todeskandidat (19. Jh.). Kandidatur f. ‘Bewerbung um ein (politisches) Amt oder dgl.’ (19. Jh.), im Dt. vielleicht im Anschluß an frz. candidature. kandidieren Vb. ‘sich (um ein Amt, einen Posten) bewerben’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(mit jemandem) konkurrieren · ↗(sich) anbieten · (sich) aufstellen lassen · ↗(sich) bewerben · (sich) zur Wahl stellen · ↗antreten · aufgestellt werden · kandidieren  ●  (seinen) Hut in den Ring werfen  fig. · ↗aspirieren  österr. · ↗(sich) andienen  geh.
Assoziationen
  • an den Start gehen (Rennen) · ins Rennen gehen

Typische Verbindungen zu ›kandidieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kandidieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›kandidieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach langem Zögern hat er sich entschieden, erneut zu kandidieren.
Die Welt, 19.11.2004
Sie schimpfen über das amerikanische politische System, trotzdem haben Sie zwei Mal selbst als Politiker kandidiert.
Der Tagesspiegel, 06.08.2000
Letztlich wird aber das Neue Forum kandidieren wollen und die notwendige Form annehmen.
Nr. 105: Fernschreiben der Ständigen Vertretung an das Bundeskanzleramt vom 1. Dezember 1989. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 22384
Einer von ihnen, Ralf mit Namen, kandidierte jedes Jahr für die Wahl zum Studentenparlament.
Illies, Florian: Generation Golf, Berlin: Argon 2000, S. 169
Die weitestgehende Regelung hat England getroffen, wo sich der Beamte nicht parteipolitisch betätigen, also auch nicht kandidieren darf.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 387
Zitationshilfe
„kandidieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kandidieren>, abgerufen am 23.02.2021.

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