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kanten

GrammatikVerb · kantete, hat gekantet
Aussprache
Worttrennungkan-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›kanten‹ als Letztglied: ↗abkanten · ↗aufkanten · ↗niederkanten · ↗umkanten
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
auf die Kante stellen
2.
Skisport (Stahl)kanten der Skier einsetzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kante · kanten · kantig · Kanthaken
Kante f. ‘(scharfer) Rand’. Im 17. Jh. wird mnd. kante f. ‘Kante, Ecke, Rand’ (daneben kant m. n.) ins Hd. aufgenommen. Es geht über mnl. cante, cant ‘Rand, Kante, Stück Brot’ und afrz. chant (apikard. can) ‘Seite’ auf lat. cantus ‘Radreifen, Radfelge’ (wie auch ital. span. canto ‘Ecke, Kante’ und griech. kanthós, κανθός ‘Radreifen’) zurück, das gall. Herkunft ist, vgl. kymr. cant ‘eiserner Reifen, Rand, Ecke’, bret. kant ‘Kreis’. Die oft belegte th-Schreibung in lat. canthus beruht auf dem Einfluß von wohl nicht verwandtem griech. kanthós (κανθός) ‘Augenwinkel’, das bei seiner Entlehnung ins Lat. mit cantus zusammenfällt. kanten Vb. ‘wenden, auf die Kante stellen’ (um 1700). kantig Adj. ‘mit einer Kante, spitzem Rand versehen’ (18. Jh.), älter kanticht (um 1700). Kanthaken m. ‘eiserner Haken zum Kanten und Heben von Lasten’, aus dem Nd.; jmdm. beim Kanthaken nehmen ‘die Meinung sagen’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Krümel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kanten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alles andere ist kleiner oder auseinandernehmbar und kann gekantet und gekippt werden.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 77
Geduldig läßt es sich schmieden, stanzen, pressen, gießen, ziehen, walzen, schweißen, kleben, sägen, drehen, feilen, biegen und kanten.
Die Zeit, 03.07.1992, Nr. 28
Alle Kanten der Skulptur sind stark abgerundet, die Linien schwingen und nehmen Formen der Umgebung auf.
Der Tagesspiegel, 23.08.2003
Die Rechte gibt gleichmäßig den Takt, die Linke kantet vor, modelliert Einsätze.
Die Welt, 10.03.2000
Streng achtet sie darauf, dass keiner Körper oder Beine verdreht, gegen den Hang kantet, den Stock stützend einsetzt, zu sehr in die Hocke geht.
Süddeutsche Zeitung, 18.02.2000
Zitationshilfe
„kanten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kanten>, abgerufen am 19.06.2019.

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