kaputtgehen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ka-putt-ge-hen
Wortzerlegung kaputtgehen

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] entzweigehen
    1. [bildlich] zerbrechen
    2. zugrunde gehen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich entzweigehen
Beispiel:
der Fernsehapparat ist kaputtgegangen
bildlich zerbrechen
Beispiel:
eine Ehe geht kaputt
zugrunde gehen
Beispiele:
Kaputtgehen wird die Armee an diesem Kraftfutterskandal nicht [ WeiskopfAbschied v. Frieden1,305]
Wer noch etwas Kraft hat, muß denen helfen, die sonst kaputtgehen [ SeghersMann52]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · ↗aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (völlig) kaputt · ↗entzwei · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  ↗diffrakt  lat. · aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · ↗irreparabel  geh. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · ↗rott  ugs., regional · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
Synonymgruppe
absterben (Pflanzen) · ↗verdorren · ↗vertrocknen  ●  ↗eingehen (Pflanzen)  Hauptform · kaputtgehen  ugs.
Assoziationen
  • (jemandem) schlägt die Stunde · (jemandes) letztes Stündlein hat geschlagen · (seinen) letzten Atemzug tun · ↗ableben · ↗das Zeitliche segnen · ↗erlöschen · in die ewigen Jagdgründe eingehen · ↗verdämmern · ↗verscheiden · ↗versterben · ↗wegsterben  ●  (die) Augen für immer schließen  verhüllend · (die) Reihen lichten sich  fig. · ↗abtreten  fig. · aus dem Leben scheiden  fig. · ↗davongehen  fig. · ↗entschlafen  fig., verhüllend · ↗fallen  militärisch · gehen  verhüllend · ↗heimgehen  fig., verhüllend · sanft entschlafen  verhüllend, fig. · seinen letzten Gang gehen  fig. · ↗sterben  Hauptform · uns verlassen  verhüllend · von der Bühne (des Lebens) abtreten  fig. · von uns gehen  fig. · (den) Arsch zukneifen  vulg., fig. · (den) Löffel abgeben  ugs., fig., salopp · (seine) letzte Fahrt antreten  ugs., fig. · ↗dahingehen  geh., verhüllend · dahingerafft werden (von)  ugs. · ↗dahinscheiden  geh., verhüllend · ↗den Geist aufgeben  ugs. · den Weg allen Fleisches gehen  geh. · die Hufe hochreißen  derb, fig. · dran glauben (müssen)  ugs. · in die Ewigkeit abberufen werden  geh., fig. · in die Grube fahren  ugs., fig. · in die Grube gehen  ugs. · ins Grab sinken  geh., fig. · ins Gras beißen  ugs., fig. · sein Leben aushauchen  geh. · seinen Geist aufgeben  ugs. · seinen Geist aushauchen  geh. · vor seinen Richter treten  geh., religiös, fig. · vor seinen Schöpfer treten  geh., fig.
  • degenerativ · vergehend

Typische Verbindungen zu ›kaputtgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kaputtgehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›kaputtgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ich nicht bald ein Kind bekomme, geht unsere Ehe kaputt.
Die Zeit, 10.06.1998, Nr. 25
So wird die Wahrnehmung betrogen, und alles an der Geschichte geht kaputt.
Süddeutsche Zeitung, 18.02.1998
Durch die Trennung von Mann und Kind geht das Kind und geht der Mann kaputt.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 113
Wobei denn die eigene Trommel kaputtgegangen sei, wollte der Hauptmann noch wissen.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 299
Das Kondom ging kaputt, und ich hatte eine grauenvolle Angst, ein Kind zu kriegen.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 117
Zitationshilfe
„kaputtgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kaputtgehen>, abgerufen am 16.06.2021.

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