kariert

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungka-riert
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›kariert‹ als Letztglied: ↗blauweißkariert · ↗buntkariert · ↗graukariert · ↗großkariert · ↗kleinkariert · ↗rotkariert
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
mit Karos, gewürfelt
Beispiele:
ein kariertes Kleid, karierter Rock, Schal
eine karierte Wolldecke
sie wählte einen karierten Stoff
karierte Betten
2.
salopp, abwertend, übertragen unlogisch, durcheinander, sinnlos
Beispiele:
quatsch nicht so kariert
kariert reden, denken
die Deutschen ... und ihre karierten Gewohnheiten und Befehle [A. ZweigGrischa172]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kariert · karieren · Karree
kariert Adj. ‘gewürfelt, mit Karos gemustert’, übertragen ‘durcheinander, sinnlos, unlogisch’, Entlehnung (18. Jh.) aus frz. carré ‘viereckig, kariert’, dem lat. quadrātus ‘viereckig’ (s. ↗Quadrat) zugrunde liegt; s. auch ↗Karo. karieren Vb. ‘mit Würfelzeichnung, Karos versehen, mustern, kästeln’ (19. Jh.), frz. carrer ‘viereckig machen, quadrieren’, aus lat. quadrāre (s. ↗Quader). Karree n. ‘Geviert, Viereck’, öst. ‘Rippenstück von Kalb, Schwein oder Hammel’; im 17./18. Jh. wird das substantivierte, gleichbed. Part. Perf. frz. carré (s. oben) in der frz. Form Carré ins Dt. übernommen und später durch Karree ersetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
gescheckt · kariert · ↗schachbrettartig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baumwollhemd Bettwäsche Bluse Faltenrock Flanellhemd Hemd Holzfällerhemd Hose Jacke Jackett Kilt Maiglöckchen Oberhemd Sakko Schiebermütze Schirmmütze Schürze Shorts Tischdecke Tischtuch Wolldecke Zielflagge blau-weiß blauweiß gestreift liniert rot-weiß rotweiß schwarz-weiß schwarzweiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kariert‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort lebt sie heute noch und weint allnächtlich in ihre karierten Kissen.
Süddeutsche Zeitung, 07.05.1997
Ein blaugrün karierter Schal um den Hals vervollständigt meine Schönheit.
Die Zeit, 25.03.1994, Nr. 13
Aber auf dem Brett geht es doch ziemlich kariert zu.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 31
Wenn man müde ist, schläft man in rot karierten Betten genauso gut wie in weißen.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 25
Der Photograph warf die karierte Decke aufs Sofa und stand auf.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 14
Zitationshilfe
„kariert“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kariert>, abgerufen am 19.10.2019.

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