karmesinrot

GrammatikAdjektiv
Worttrennungkar-me-sin-rot (computergeneriert)
WortzerlegungKarmesinrot
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu karminrot
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karmesin · karmesinrot · Karmin · karminrot
Karmesin n. aus der Färberschildlaus (beheimatet in Südeuropa und Vorderasien), später aus der Koschenilleschildlaus (beheimatet in Mittelamerika) gewonnener tiefroter, lichtechter Farbstoff, entlehnt im 15. Jh. aus gleichbed. ital. (älter) carmesino. Im 17. und 18. Jh. setzt sich unter Einfluß von afrz. frz. cramoisi bzw. der Variante mfrz. cramoisin vorübergehend Cramoisin, Karmoisin durch. Zugrunde liegt das Adjektiv arab. qirmizī ‘von der Farbe der Schildlaus, scharlachfarbig’, zu arab. qirmiz ‘Schild-, Scharlachlaus’, das sich mit pers. kirm ‘Wurm’ vergleicht und höchstwahrscheinlich von aind. kṛ́miḥ ‘Wurm, Made’ herzuleiten ist (vgl. die bereits im Aind. auftretenden Farbbezeichnungen kṛmiḥ ‘von der Schildlaus erzeugte rote Farbe’, kṛmilikā ‘scharlachroter Stoff’). karmesinrot Adj. ‘rot wie Karmesin, leuchtend rot, scharlachrot’ (17. Jh.). Daneben steht gleichbed. Karmin n. aus (Anfang 18. Jh.) afrz. frz. carmin, entstanden durch Kontamination von arab. qirmiz ‘Schildlaus’ mit den aus lat. minium ‘Zinnober’ (s. ↗Miniatur, ↗Mennige) hervorgegangenen roman. Formen (vgl. auch ital. carminio, span. carmín). karminrot Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
karmesinrot · purpur · ↗purpurfarben · purpurfarbig · ↗purpurn

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blüten gelb

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›karmesinrot‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Frau im karminrot schillernden Sari läßt uns nicht gehen, bevor wir ihren Kuchen probiert haben.
Der Tagesspiegel, 04.07.1998
Zwei karminrot geschminkte Stabträger standen rechts und links von ihm.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 266
Die Stammart ist karminrot, die Sorten haben weiße, goldgelbe, orangerote und purpurne Farben und sind teils geäugt und gestreift.
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 58
Dessen Wände sind karminrot wie die Lieblingsfarbe im Wasserfarbenkasten aller Mädchen.
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2002
Der karminrote Lichtkegel geht durch den ganzen Stern Pallas hindurch.
Scheerbart, Paul: Lesabéndio. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 6751
Zitationshilfe
„karmesinrot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/karmesinrot>, abgerufen am 25.05.2018.

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