kartätschen

Grammatik Verb · kartätscht, kartätschte, hat kartätscht
Aussprache 
Worttrennung kar-tät-schen
Grundform Kartätsche
Wortbildung  mit ›kartätschen‹ als Letztglied: ↗niederkartätschen · ↗zusammenkartätschen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
früher mit der Kartätsche schießen
2.
Bauwesen den Putz mit der Kartätsche verreiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kartätsche · kartätschen
Kartätsche f. (ehemals) ‘mit Bleikugeln gefülltes dünnwandiges Artilleriegeschoß’, Anfang des 17. Jhs. entlehnt aus engl. (älter) cartage, cartrage (heute cartridge) ‘Patrone, Geschoßhülse’, das als Variante zu (allerdings erst später bezeugtem) gleichbed. engl. cartouche (aus dem Frz., s. ↗Kartusche) anzusehen ist. Dazu kartätschen Vb. ‘mit Kartätschen schießen’ (um 1800).

Typische Verbindungen zu ›kartätschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kartätschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›kartätschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hatte Martha den Weg in dem engen Korridorgang verstellt und kartätschte sie gleichsam nieder.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.1994
Mit einer „gewissen Gnadenlosigkeit“, urteilt einer, der dabei sitzt, kartätsche Vogel Widerstände nieder.
Die Zeit, 13.02.1978, Nr. 07
Bedenken gegen die Kernenergie kann auch Schmidt nicht nachvollziehen, aber die Widerstände registriert er, Ehrenberg kartätscht sie hinweg.
Die Zeit, 12.09.1980, Nr. 38
Abacha, der wie alle anderen eine "Rückkehr zur Demokratie" versprach, kartätschte die Opposition mit Gewalt nieder.
Süddeutsche Zeitung, 10.06.1998
Zitationshilfe
„kartätschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kart%C3%A4tschen>, abgerufen am 23.09.2020.

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