Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

kegeln

Grammatik Verb · kegelt, kegelte, hat/ist gekegelt
Aussprache 
Worttrennung ke-geln
GrundformKegel
Wortbildung  mit ›kegeln‹ als Erstglied: Kegelabend · Kegelbruder · Kegelpartie · Kegler
 ·  mit ›kegeln‹ als Letztglied: auskegeln  ·  mit ›kegeln‹ als Grundform: Kegeln  ·  formal verwandt mit: Preiskegeln

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Kegeln] Kegel spielen
  2. 2. [umgangssprachlich] umfallen, hinpurzeln wie ein Kegel
eWDG

Bedeutungen

1.
Kegeln Kegel spielen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
wir kegelten auf der neuen Kegelbahn
2.
umgangssprachlich umfallen, hinpurzeln wie ein Kegel
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
[Ich] bin … von der Leiter gekegelt [ Tageszeitung1966]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kegel1 · kegeln · Kegler · Kegelbahn · auskegeln · Kegelschnitt
Kegel1 m. ‘nach oben spitz zulaufender Körper mit runder Bodenfläche, Holzfigur (im Kegelspiel)’, ahd. kegil ‘Pflock, Pfahl’ (9. Jh.), mhd. kegel ‘Figur im Kegelspiel, Knüppel, Stock, Eiszapfen’, mnd. kēgel, mnl. kēghel, nl. kegel setzen germ. *kagila- voraus, das als Deminutivum zu den Substantiven schwäb.-bair. Kag ‘Kohlstengel, Stumpf’, norw. (mundartlich) kage ‘niedriger Busch’, schwed. (mundartlich) kage ‘Baumstumpf’ und nl. keg ‘Keil’ zu stellen ist. Wenn sich außergerm. damit lit. žãgas ‘(kegelförmiger Heu-, Getreide)schober’, ursprünglich ‘Stangengerüst’ und ‘Haufen’, žãgaras ‘dürrer Zweig’ verbinden läßt, kann eine Wurzel ie. *g̑eg(h)-, *g̑og(h)- ‘Ast, Pfahl, Busch’ angesetzt werden; s. auch Kufe1. kegeln Vb. ‘Kegel schieben, purzeln wie ein Kegel’, mhd. kegelen ‘Kegel schieben’; dazu Kegler m. mhd. kegeler ‘Kegelspieler’; Kegelbahn f. (18. Jh.). auskegeln Vb. ‘ausrenken, verrenken’ (17. Jh.), zu Kegel ‘Knöchel, Gelenk’ in südd. Mundarten. Kegelschnitt m. ‘ebener Schnitt durch einen Kegel’, Terminus der Mathematik, die, anknüpfend an die Holzfigur im Kegelspiel, einen spitz zulaufenden geometrischen Körper mit runder oder ovaler Grundfläche Kegel nennt, vgl. schnydt durch ein kegel (Dürer 1525), in der lat. Wissenschaftssprache sectio conica.

Typische Verbindungen zu ›kegeln‹ (berechnet)

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kegeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›kegeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die wichtigsten Gegner traten gar nicht an, sie waren mit unsauberen Mitteln aus dem Weg gekegelt worden. [Süddeutsche Zeitung, 27.03.2000]
Die Teilnahme ist für jeden offen, gekegelt wird auf Asphaltbahnen. [Süddeutsche Zeitung, 1995 [1945]]
Seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 wurden 287 Trainer gekegelt. [Bild, 08.11.2005]
Und so kegelten einige Londoner Händler ihre am Morgen gekauften Euro wieder aus den Depots. [Die Welt, 08.02.2002]
Außer dem Kegeljungen gehören dazu mehrere nur mittelmäßige Regler, wenn man mit Erfolg kegeln will. [Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 10051]
Zitationshilfe
„kegeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kegeln>.

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