keilen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkei-len
Wortbildung mit ›keilen‹ als Letztglied: ↗aufkeilen · ↗einkeilen · ↗festkeilen
 ·  mit ›keilen‹ als Grundform: ↗verkeilen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. mit einem Keil spalten
Beispiel:
die Waldarbeiter fällen und keilen die Baumstämme
2.
übertragen sich zwischen jmdn., etw. keilensich zwischen jmdn., etw. schieben, drängen
Beispiele:
sich zwischen die Zuschauer, Fahrgäste keilen
in den flachen Dörfern, die wie vorgeschobene Festungen sich zwischen die ... Bauernhöfe und Güter keilten [TollerSchriften3]
Auf den Plattformen standen sie [die Menschen] nur so gekeilt (= eng gedrängt) [G. HermannKubinke48]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keil · Keilschrift · keilen · Keile · Keilerei · verkeilen · Keiler
Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbucht’ (eigentlich ‘schmaler Spalt’), ablautend mnl. kille, nl. kil ‘Rinne zwischen Sandbänken’ gehören zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (s. ↗Keim). Es handelt sich wie bei der Variante mhd. kīdel ‘Keil’ um Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen ie. -tlo- (germ. *kiðla- bzw. *kiþla-), wobei sich die Bedeutung ‘spitz zulaufendes Spaltwerkzeug’ entweder aus der Vorstellung eines spitzen Pflanzenkeimes oder der aufbrechenden Knospe entwickelt. Keilschrift f. Bezeichnung für die aus einer Bilderschrift entstandene, mit keilförmigen Schriftzeichen geschriebene Schrift der Sumerer, Babylonier und Assyrer (19. Jh.). keilen Vb. ‘Keile eintreiben, mit Keilen spalten, festmachen, (ein)schlagen’, mhd. kīlen, auch ‘in die Klemme bringen’, nhd. ‘schlagen’ (um 1600); (sich) keilen ‘(sich) prügeln’ (17. Jh.), verbreitet in der Gauner- und Studentensprache. Keile Plur. heute auch Sing. f., ‘Schläge, Prügel’ (18. Jh.). Keilerei f. ‘Prügelei’ (19. Jh.). verkeilen Vb. ‘mit Keilen festmachen’ (15. Jh.), ‘verprügeln’ (19. Jh.). Keiler m. ‘Wildeber’ (17. Jh.), zu keilen ‘hauen, schlagen’, nach der mit den Hauzähnen ausgeübten Tätigkeit.

Thesaurus

Synonymgruppe
einkeilen · ↗einpferchen · ↗einzwängen · keilen · ↗zwängen
Synonymgruppe
(im Türverkauf) aufdringlich werben · aggressive Verkaufsmethoden anwenden  ●  ↗drücken  ugs., Jargon · keilen  fachspr., Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kanzler aus auskeilen ein einkeilen festkeilen kräftig zurück zurückkeilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›keilen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich keilt ein Minister nicht mit einem solchen Vergleich zurück.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2001
Nach fast jeder Frage keilt er und raunzt und schnaubt.
Die Zeit, 04.06.1998, Nr. 24
Man zerrte die drei Töchter in die Höhe und keilte sich mit ihnen durch Saal und Gang und das Tor hinaus.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 984
Er war sofort von einem Kollegen für eine Verbindung gekeilt worden.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 18
Er schnitt die Zwiesel zurecht, mit denen die Hölzer im Sumpfe verhangen wurden, und keilte sie in den Boden.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 62
Zitationshilfe
„keilen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/keilen#1>, abgerufen am 15.12.2019.

Weitere Informationen …

keilen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkei-len
Wortbildung mit ›keilen‹ als Erstglied: ↗Keilerei  ·  mit ›keilen‹ als Letztglied: ↗auskeilen
eWDG, 1969

Bedeutung

landschaftlich, besonders ostmitteldeutsch, salopp
1.
sich keilensich schlagen, prügeln
Beispiel:
die Kinder keilten sich auf dem Schulhof
2.
jmdn., etw. stoßen
Beispiele:
das Pferd keilt mit den Hinterhufen gegen den Reiter
Dann keilte er sein Knie in Ludolfs Seite [Hausm.Überfall326]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keil · Keilschrift · keilen · Keile · Keilerei · verkeilen · Keiler
Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbucht’ (eigentlich ‘schmaler Spalt’), ablautend mnl. kille, nl. kil ‘Rinne zwischen Sandbänken’ gehören zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (s. ↗Keim). Es handelt sich wie bei der Variante mhd. kīdel ‘Keil’ um Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen ie. -tlo- (germ. *kiðla- bzw. *kiþla-), wobei sich die Bedeutung ‘spitz zulaufendes Spaltwerkzeug’ entweder aus der Vorstellung eines spitzen Pflanzenkeimes oder der aufbrechenden Knospe entwickelt. Keilschrift f. Bezeichnung für die aus einer Bilderschrift entstandene, mit keilförmigen Schriftzeichen geschriebene Schrift der Sumerer, Babylonier und Assyrer (19. Jh.). keilen Vb. ‘Keile eintreiben, mit Keilen spalten, festmachen, (ein)schlagen’, mhd. kīlen, auch ‘in die Klemme bringen’, nhd. ‘schlagen’ (um 1600); (sich) keilen ‘(sich) prügeln’ (17. Jh.), verbreitet in der Gauner- und Studentensprache. Keile Plur. heute auch Sing. f., ‘Schläge, Prügel’ (18. Jh.). Keilerei f. ‘Prügelei’ (19. Jh.). verkeilen Vb. ‘mit Keilen festmachen’ (15. Jh.), ‘verprügeln’ (19. Jh.). Keiler m. ‘Wildeber’ (17. Jh.), zu keilen ‘hauen, schlagen’, nach der mit den Hauzähnen ausgeübten Tätigkeit.

Thesaurus

Synonymgruppe
einkeilen · ↗einpferchen · ↗einzwängen · keilen · ↗zwängen
Synonymgruppe
(im Türverkauf) aufdringlich werben · aggressive Verkaufsmethoden anwenden  ●  ↗drücken  ugs., Jargon · keilen  fachspr., Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kanzler aus auskeilen ein einkeilen festkeilen kräftig zurück zurückkeilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›keilen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich keilt ein Minister nicht mit einem solchen Vergleich zurück.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2001
Nach fast jeder Frage keilt er und raunzt und schnaubt.
Die Zeit, 04.06.1998, Nr. 24
Man zerrte die drei Töchter in die Höhe und keilte sich mit ihnen durch Saal und Gang und das Tor hinaus.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 984
Er war sofort von einem Kollegen für eine Verbindung gekeilt worden.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 18
Er schnitt die Zwiesel zurecht, mit denen die Hölzer im Sumpfe verhangen wurden, und keilte sie in den Boden.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 62
Zitationshilfe
„keilen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/keilen#2>, abgerufen am 15.12.2019.

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keilen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkei-len
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp jmdn. (für eine bestimmte Gruppe) keilenjmdn. (für eine bestimmte Gruppe) werben
Beispiele:
jmdn. für einen Verein, für eine studentische Verbindung keilen
Sie wollen mich keilen [WeisenbornDie Illegalen10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Keil · Keilschrift · keilen · Keile · Keilerei · verkeilen · Keiler
Keil m. ‘Werkzeug mit spitzwinkliger, scharfer Kante’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. kīl, wohl verwandt mit anord. kīll, isl. kíll ‘enge Meeresbucht’ (eigentlich ‘schmaler Spalt’), ablautend mnl. kille, nl. kil ‘Rinne zwischen Sandbänken’ gehören zur Wurzel ie. *g̑ēi-, *g̑ī- ‘keimen, sich spalten, aufblühen’ (s. ↗Keim). Es handelt sich wie bei der Variante mhd. kīdel ‘Keil’ um Bildungen mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen ie. -tlo- (germ. *kiðla- bzw. *kiþla-), wobei sich die Bedeutung ‘spitz zulaufendes Spaltwerkzeug’ entweder aus der Vorstellung eines spitzen Pflanzenkeimes oder der aufbrechenden Knospe entwickelt. Keilschrift f. Bezeichnung für die aus einer Bilderschrift entstandene, mit keilförmigen Schriftzeichen geschriebene Schrift der Sumerer, Babylonier und Assyrer (19. Jh.). keilen Vb. ‘Keile eintreiben, mit Keilen spalten, festmachen, (ein)schlagen’, mhd. kīlen, auch ‘in die Klemme bringen’, nhd. ‘schlagen’ (um 1600); (sich) keilen ‘(sich) prügeln’ (17. Jh.), verbreitet in der Gauner- und Studentensprache. Keile Plur. heute auch Sing. f., ‘Schläge, Prügel’ (18. Jh.). Keilerei f. ‘Prügelei’ (19. Jh.). verkeilen Vb. ‘mit Keilen festmachen’ (15. Jh.), ‘verprügeln’ (19. Jh.). Keiler m. ‘Wildeber’ (17. Jh.), zu keilen ‘hauen, schlagen’, nach der mit den Hauzähnen ausgeübten Tätigkeit.

Thesaurus

Synonymgruppe
einkeilen · ↗einpferchen · ↗einzwängen · keilen · ↗zwängen
Synonymgruppe
(im Türverkauf) aufdringlich werben · aggressive Verkaufsmethoden anwenden  ●  ↗drücken  ugs., Jargon · keilen  fachspr., Jargon

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kanzler aus auskeilen ein einkeilen festkeilen kräftig zurück zurückkeilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›keilen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich keilt ein Minister nicht mit einem solchen Vergleich zurück.
Süddeutsche Zeitung, 24.03.2001
Nach fast jeder Frage keilt er und raunzt und schnaubt.
Die Zeit, 04.06.1998, Nr. 24
Man zerrte die drei Töchter in die Höhe und keilte sich mit ihnen durch Saal und Gang und das Tor hinaus.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 984
Er war sofort von einem Kollegen für eine Verbindung gekeilt worden.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 18
Er schnitt die Zwiesel zurecht, mit denen die Hölzer im Sumpfe verhangen wurden, und keilte sie in den Boden.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 62
Zitationshilfe
„keilen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/keilen#3>, abgerufen am 15.12.2019.

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