kichern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ki-chern
Wortbildung  mit ›kichern‹ als Erstglied: Kichererbse  ·  mit ›kichern‹ als Letztglied: aufkichern
eWDG

Bedeutung

in kurzen Tönen leise und mit hoher Stimme lachen
Beispiele:
die jungen Mädchen kicherten
wir hörten sie leise kichern
heimlich, verlegen, verschämt, schadenfroh kichern
verstohlen in sich hinein, vor sich hin kichern
alle kicherten über den derben Witz
der Alte saß kichernd auf der Ofenbank
sie stießen einander kichernd mit den Ellenbogen an
mit unterdrücktem Kichern sahen wir zur Seite
Dann vernahm er aus den Weingärten … verhaltenes Kichern wie Grillengezirp [ U. BecherMänner33]
bildlich
Beispiele:
die Wellen kichern im Schilf
die Geigen jubelten und kicherten [ TucholskyRheinsberg53]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kichern Vb. ‘leise mit hoher Stimme lachen’ (16. Jh.) ahmt den hellen Lachlaut nach. Auszugehen ist von einer Grundform *kichen, zu der kichern iterativ gebildet ist. Vgl. mhd. und nhd. (mundartlich) kachen und ahd. kahhazzen (8. Jh.), mhd. kachezen ‘laut lachen’, denen ebenfalls lautnachahmende Verben wie griech. kacházein (καχάζειν), lat. cachinnāre, kslaw. chochotati, russ. chochotát’ (хохотать) ‘laut lachen’, aind. kákhati ‘lacht’ zur Seite stehen. Wieweit die Übereinstimmung dieser Formen auf genetischer Verwandtschaft beruht oder in welchem Maß es sich hier um selbständige einzelsprachliche Schöpfungen handelt, kann nicht mit Sicherheit entschieden werden.

Thesaurus

Synonymgruppe
feixen · keckern  ●  kichern  Hauptform · gackern  ugs. · gibbeln  ugs., norddeutsch, ruhrdt. · gickeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
glucksen · in sich hineinlachen · kichern
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›kichern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kichern‹.

Verwendungsbeispiele für ›kichern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er den Mund allzu voll nimmt, brauche ich nur auf seinen Ton einzugehen, und er fängt an zu kichern. [Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 252]
Und dann kichern sie und er schnarcht schwer in den hellen Tag hinein. [Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 298]
Daß ihr nichts angeboten wurde, kichert sie, hat sie nicht so sehr interessiert. [Die Zeit, 08.10.1998, Nr. 42]
Und wenn eine Scheibe zu Bruch ginge, wie müßte er dann kichern. [Die Zeit, 17.06.1998, Nr. 26]
Die alten Männer rissen Witze vor den sieben Brunnen, und die alten Weiber kicherten verschämt. [Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 293]
Zitationshilfe
„kichern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kichern>.

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