kikeriki

Grammatik Ausruf
Aussprache 
Worttrennung ki-ke-ri-ki
Wortbildung  mit ›kikeriki‹ als Grundform: ↗Kikeriki
Formgeschichte lautnachahmend
eWDG, 1969

Bedeutung

bezeichnet den Hahnenschrei
Beispiel:
noch vor Sonnenaufgang riefen die Hähne kikeriki
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kik(e)riki Interjektion schallnachahmend für den Hahnenschrei (literarisch zuerst Ende 18. Jh.), zuvor guck guck curith (Ende 16. Jh.). Vgl. spätlat. cūcurru, engl. cock-a-doodle-doo (zu engl. cock ‘Hahn’), frz. cocorico, coquerico, älter coquelico (zu frz. coq ‘Hahn’).

Verwendungsbeispiele für ›kikeriki‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Hahn tut, wofür er seit Menschengedenken berühmt ist, er schreit „Kikeriki“.
Die Zeit, 11.01.1982, Nr. 02
Dann legt der Discjockey seine Platten noch lange nach dem ersten Kikeriki des Tages auf.
Die Zeit, 01.12.1978, Nr. 49
Er lobt den angelsächsischen Sonderweg, er äußert sich, und da wird er einem richtig sympathisch, nicht gerade lobend über den gallischen Hang zum "Kikeriki".
Der Spiegel, 10.07.1989
Die Frau trägt den Titel des Mannes - obgleich doch selbst bei den Hühnern nur der Hahn seinen Kamm aufplustert und auf dem Mist Kikeriki schreit.
Tucholsky, Kurt: In der Provinz. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1920], S. 22507
Ist dies Grund genug, »mit rotem Kamm und Kikeriki, zum Gaudi für die Bourgeoisie« (W. Biermann) zur Entzweiung der Linken beizutragen?
konkret, 1987
Zitationshilfe
„kikeriki“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kikeriki>, abgerufen am 29.10.2020.

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