kirnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungkir-nen
Wortbildung mit ›kirnen‹ als Erstglied: ↗Kirnung
eWDG, 1969

Bedeutung

ein Gemisch von Hartfetten und Ölen mit Milch oder Wasser maschinell vermengen, sodass Margarine entsteht
Beispiele:
diese Sorte wird mit Milch gekirnt
frisch gekirnte Margarine
nach dem Kirnen kommt die Margarine in große Behälter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Karn · kirnen · kernen2 · Kernmilch
Karn f. ‘Butterfaß’, mhd. kern, frühnhd. kirn, nhd. (älter) Kerne (17. Jh.), Kirne (18. Jh.), mnd. karne, kerne, kirne, mnl. kerne, keerne, nl. karn, daneben (jō-Stamm) aengl. cyrin, engl. churn, anord. kjarni. Herkunft ungewiß. Von der Bedeutung ‘Rahm’ auszugehen und eine Verbindung zu ↗Kern (s. d.) hinsichtlich der körnigen Beschaffenheit der aus dem Rahm entstehenden Butter anzunehmen, liegt nahe, ist aber nicht zu sichern. kirnen, kernen2 Vb. ‘buttern’ (16. Jh.), heute vornehmlich ‘Tier- und Pflanzenfette zu Margarine verarbeiten’, nd. karnen, mnl. kernen, keernen, nl. karnen. Kernmilch f. ‘Buttermilch’, kirnmilch (14. Jh.), mnd. karne-, kernemelk, mnl. kernemelc, nl. kernemelk.
Zitationshilfe
„kirnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kirnen>, abgerufen am 16.12.2018.

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