kitten

GrammatikVerb · kittete, hat gekittet
Aussprache
Worttrennungkit-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›kitten‹ als Letztglied: ↗ankitten · ↗aufkitten · ↗auskitten · ↗einkitten · ↗festkitten · ↗zukitten · ↗zusammenkitten
 ·  mit ›kitten‹ als Grundform: ↗verkitten
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
einzelne Teile mit Kitt zusammenkleben
Beispiele:
einen zerbrochenen Teller kitten
eine gekittete Vase
das lässt sich wieder kitten!
umgangssprachlich, bildlich
Beispiele:
dieser Bruch ließ sich nicht wieder kitten, konnte nur notdürftig gekittet werden
Eine Freundschaft, die sich für ein Leben dauerhaft gestaltete, weil sie gekittet wurde durch die erste grausame Enttäuschung [WelkHeiden115]
2.
etw. mit Kitt an, auf etw. befestigen
Beispiel:
einen Henkel wieder an die Tasse kitten
bildlich
Beispiel:
eine kleine Fliege des Urwaldes kittet, wenn der Schmetterling an Stämmen und Zweigen ruht, ihre winzigen Eier auf seine Flügel [SchnackTropenwunder46]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kitt · kitten
Kitt m. ‘Klebe- und Abdichtungsmasse’, ahd. quiti, kuti (Hs. 12. Jh.), frühnhd. küte, küt und die Entsprechungen aengl. cwidu, cudu, cwudu, anord. (dehnstufig) kvāða, schwed. kåda ‘Baumharz’ führen mit aind. játu ‘Lack, Gummi’, lat. bitūmen ‘Erdpech, Erdharz’ (wohl auf Entlehnung aus dem Osk.-Umbr. oder aus dem Kelt. beruhend, s. ↗Beton), mir. be(i)the ‘Buchsbaumholz’, kymr. bedw ‘Birke’ auf ie. *gu̯et- ‘Harz’. Im 18. Jh. setzt sich die entrundete Form Kitt durch. kitten Vb. ‘mit Kitt kleben, abdichten’ (17. Jh.), älter kütten (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(wieder) herrichten · ↗ausbessern · ↗flicken · kitten · ↗nachbessern · notdürftig reparieren · ↗zusammenbasteln  ●  ↗flickschustern  ugs. · ↗schustern  ugs. · ↗zurechtmachen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
kitten · ↗kleben · ↗kleistern · ↗leimen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beziehung Bruch Bruchstelle Bündnis Ehe Fassade Freundschaft Kluft Koalition Liebe Loch Mannschaft Porzellan Riß Schade Scherbe Scherbenhauf Scherbenhaufen Sprung Verhältnis aneinander einigermaßen flicken kaum mehr notdürftig reparieren wieder zusammenkitten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kitten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wahrscheinlich hoffte er noch, seine Ehe irgendwie kitten zu können.
Bild, 30.03.2000
Der Sprung jedoch, der das Leben der Stadt entzweit, läßt sich nicht so einfach kitten.
Die Zeit, 16.04.1998, Nr. 17
Sie bekommt ein zweites Kind in der Hoffnung, die Ehe damit kitten zu können.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 135
Angesichts der deutschen Opposition gegen den Friedensvertrag waren die Franzosen bemüht, die schon während der Friedensverhandlungen brüchig gewordene Front mit England zu kitten.
Gatzke, Hans W.: Europa und der Völkerbund. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 14918
Zwei Jahre nach Stalins Tod (1953) suchte die Sowjetunion Nikita Chruschtschows den Bruch mit Jugoslawien zu kitten.
o. A. [ihl.]: Belgrader Deklaration. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Zitationshilfe
„kitten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kitten>, abgerufen am 19.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Kittelschürze
Kittelkleid
kittelartig
Kittel
Kittchen
kittfarben
Kitz
Kitzchen
Kitze
Kitzel