Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

klappern

Grammatik Verb · klappert, klapperte, hat/ist geklappert
Aussprache 
Worttrennung klap-pern
Wortbildung  mit ›klappern‹ als Erstglied: Klapper · Klapperblech · Klapperbüchse · Klapperei · Klappergestell · Klappergrasmücke · Klapperkasten · Klapperkiste · Klapperlatsche · Klapperlatschen · Klapperschlange · Klapperstorch · Klappertopf · klapperdürr · klapperig · klapprig
 ·  mit ›klappern‹ als Letztglied: Geklapper · abklappern · heraufklappern · herunterklappern · hinausklappern · vorbeiklappern · vorüberklappern
 ·  formal verwandt mit: frostklappernd · zähneklappernd
eWDG

Bedeutungen

1.
durch rasches, wiederholtes Aneinanderschlagen zweier oder mehrerer harter Gegenstände ein Geräusch hervorbringen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
sie klappert mit den Töpfen in der Küche
der Storch klappert mit dem Schnabel
er klappert mit den Zähnen vor Kälte
er klappert vor Kälte, Frost
die Zähne klappern ihm (im Mund)
die Schuhe, Pferdehufe klappern auf dem harten Pflaster
sie klappert auf der Schreibmaschine
die Schreibmaschine, Mühle klappert
ein klapperndes Fenster
eine klappernde Tür
klappernde Sandalen, Eimer, Kastagnetten
das Klappern der Stricknadeln, Kochgeschirre
bildlich
Beispiele:
salopp, scherzhaftmit den Augen klappern (= kokettieren)
sprichwörtlich Klappern gehört zum Handwerk (= man muss sein Können anzupreisen verstehen)
2.
sich mit dem Geräusch von 1 vorwärtsbewegen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
der Wagen klappert durch die Straßen
er klapperte langsam um die Ecke
so mußte dieser Fürst der Chirurgie … mit Hammer und Hörrohr treppauf, treppab klappern, um sein täglich Brot zu verdienen [ SchleichVergangenheit177]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klappern · Klapper · klapperig · Klapperkasten · Klapperschlange · Klapperstorch
klappern Vb. ‘durch schnelles Aufeinanderschlagen von zwei festen Gegenständen Lärm hervorrufen’, mhd. klappern ‘klappern, schwatzen, klatschen’, mnd. klapperen, Iterativbildung zu lautnachahmendem klappen (s. d.). – Klapper f. ‘Gerät, das klappernde Geräusche erzeugt’, mhd. klapper(e). klapperig Adj. ‘schwatzhaft’ (15. Jh.), dann ‘klappernd, alt, abgenutzt’. Klapperkasten m. ‘altes Klavier’ (19. Jh.), dann auch ‘altes Fahrzeug’ u. dgl. Klapperschlange f. Giftschlange mit einer Rassel (Klapper) am Schwanzende (1669), möglicherweise Übersetzung von engl. rattlesnake (1630). Klapperstorch m. md. und kindersprachliche Bezeichnung für den Storch (17. Jh.) nach dem mit dem Schnabel erzeugten klappernden Geräusch.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · von sich geben · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›klappern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klappern‹.

Verwendungsbeispiele für ›klappern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine schwarze Gestalt mit weißen Lappen am Kopf klapperte herein. [Fichte, Hubert: Das Waisenhaus, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1988 [1965], S. 23]
Am Morgen klapperten uns die Zähne vor Frost, wir waren verdrießlich. [Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 24552]
Es klappert an allen Enden, die Sprache erkennt man nicht, und es hilft auch nichts, diese Defizite zu überbrüllen. [Die Zeit, 21.03.2011, Nr. 12]
Er klappert die wartenden Autos ab, er spricht jeden an, dem er begegnet, auch Touristen. [Die Zeit, 18.01.1993, Nr. 03]
Wenn sie kommen, hört man schon von weitem ihre Knochen klappern. [Die Zeit, 17.04.1947, Nr. 16]
Zitationshilfe
„klappern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klappern>.

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