klausulieren

GrammatikVerb
Worttrennungklau-su-lie-ren (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Klausel · klausulieren · verklausulieren
Klausel f. ‘abschließender Zusatz in Verträgen, Zusatzbestimmung, Vorbehalt’. In der Kanzleisprache des 14. Jhs. erscheint clausel ‘Schlußformel, zusätzliche Bestimmung’ als Eindeutschung von lat. clausula ‘Schluß(satz), Schluß-, Gesetzesformel’, zu lat. claudere (clausum) ‘(ab-, ver)schließen’ (s. ↗Klause). Daneben bleibt die dem lat. Vorbild lautlich näherstehende Form Klausul bis ins 18. Jh. erhalten. klausulieren Vb. ‘in Klauseln fassen, durch Klauseln einschränken, sichern’ (Anfang 17. Jh.), heute meist durch gleichbed. verklausulieren Vb. (Ende 18. Jh.) ersetzt.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach einer Besichtigung der Lufthansa-Werft in Hamburg trugen sie ihr Anliegen fernöstlich klausuliert vor.
Die Zeit, 25.09.1987, Nr. 40
In Bürgschaftsverträgen wird dies auch als "Verzicht auf die Einrede der Vorausklage" klausuliert.
Der Tagesspiegel, 04.08.2000
Zitationshilfe
„klausulieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klausulieren>, abgerufen am 18.11.2019.

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