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klimmen

Grammatik Verb · klimmt, klomm, ist geklommen
Aussprache 
Worttrennung klim-men
Wortbildung  mit ›klimmen‹ als Erstglied: Klimmzug  ·  mit ›klimmen‹ als Letztglied: aufwärtsklimmen · emporklimmen · heraufklimmen · hinaufklimmen
eWDG

Bedeutung

mühsam emporklettern
Beispiele:
auf die Spitze des Berges klimmen
Matrosen klommen mit Seilen an Deck
die Soldaten klimmen aus dem Graben
Sie klommen auf Leitern ins Freie [ KasackStadt256]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klimmen · erklimmen · Klimmzug
klimmen Vb. ‘mühsam emporklettern’, ahd. klimban ‘(er)steigen’ (9. Jh.), mhd. klimben, (mit Assimilation) klimmen (intransitiv) ‘steigen, klettern’, (transitiv) ‘erklimmen, zwicken, kneifen, packen’, mnd. klimmen, mnl. climmen, clemmen, nl. klimmen, aengl. climban, engl. to climb. Sieht man in den Formen mit mm eine Assimilation aus mb (s. auch beklommen, klemmen), so kann als nah verwandt mhd. klamben ‘fest zusammenfügen, verklammern’, klambe ‘Fessel, Klammer’ sowie Klammer und Klumpen (s. d.) herangezogen werden. Als Ansatz ist ie. *glembh- erschließbar, das als Labialerweiterung einer nasalierten Form ie. *glem- (wozu Klamm f., klamm Adj., s. d.; ferner lat. glomus ‘Kloß, Knäuel’, glomerāre ‘zusammenballen’, air. glomar ‘Zaum, Knebel’) zur Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ aufgefaßt werden kann. Oder ist besser von einer nasalierten Labialerweiterung ie. *glimbh- ‘haften, klimmen’ zu ie. *glei- ‘kleben, schmieren’ (s. kleben), einer anderen Erweiterung der vorgenannten Wurzel, auszugehen und klimmen als ‘sich fest andrückend hinaufsteigen’ zu deuten? – erklimmen Vb. ‘durch Klettern ersteigen’, übertragen ‘erreichen’, mhd. erklimmen ‘erklettern’. Klimmzug m. Turnübung an einer Querstange, bei der der an den Händen frei hängende Körper mit Hilfe der Muskelkraft hochgezogen wird (20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›klimmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klimmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›klimmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und einer nach dem andern klommen sie die eiserne Leiter hinab. [Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 166]
Aber nur im Traum klommen die Bilder zu sich selbst. [Süddeutsche Zeitung, 20.09.1995]
So hoch er auf der Karriereleiter geklommen ist, so armselig steht es um seinen Gefühlshaushalt. [Der Tagesspiegel, 24.03.2005]
Der Bär, jetzt gänzlich meinem Willen Untertan, nahm den Baum an, ließ sich auf die Vorderpfoten nieder und klomm den Stamm hinan. [Die Zeit, 10.12.1953, Nr. 50]
Gegen Morgengrauen klimmen wir in eine von hohen Bergkämmen eingeschlossene fruchtbare Ebene hinab. [Welt und Wissen, 1927, Nr. 2, Bd. 16]
Zitationshilfe
„klimmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klimmen>.

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