klimpern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungklim-pern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›klimpern‹ als Erstglied: ↗Klimperei · ↗Klimpergeld · ↗Klimperkasten · ↗klimperklein
 ·  mit ›klimpern‹ als Letztglied: ↗Geklimper · ↗herumklimpern · ↗vorklimpern
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich, abwertend flüchtig, gedankenlos etw. auf einem Instrument spielen
Beispiele:
auf dem Klavier eine Tanzweise klimpern
sie klimpert auf der Gitarre ein paar Akkorde
aus der Tiefe der Straße kam das fade Klimpern eines Klaviers [BöllWort99]
übertragen
Beispiel:
salopp ich lasse mir nicht an den Wimpern klimpern (= mir sind keine Fehler nachzuweisen)
2.
umgangssprachlich mit Geldstücken, Schlüsseln spielen, sodass ein Geräusch entsteht
Beispiele:
mit Münzen klimpern
das Geld klimpert in der Tasche, im Geldbeutel
mit dem Schlüsselbund klimpern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klimpern · Klimperei · Klimperkasten
klimpern Vb. ‘gedankenlos, stümperhaft auf einem Instrument (besonders Klavier) spielen, helle metallische Klänge erzeugen oder von sich geben’, lautnachahmende Bildung (17. Jh.) für das Erzeugen oder Ertönen von hellen Geräuschen, vgl. ähnliche Bildungen wie klempern (s. ↗Klempner), klampern, klampfern (s. ↗Klampfe). In abschätzigem Sinne Klimperei f. (18. Jh.) und Klimperkasten m. ‘(altes, abgenutztes) Klavier’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
klickern · klimpern · ↗klirren
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
klimpern · ↗klingeln
Synonymgruppe
(einladend o.ä.) zwinkern · ↗(jemandem) zublinzeln · ↗(jemandem) zuzwinkern · ↗(jemanden) anblinzeln · ↗(jemanden) anplinkern · ↗(jemanden) anzwinkern · (mit den Augen) klimpern · ↗(mit den Augen) plinkern · ↗(vielsagend o.ä.) blinzeln  ●  bling bling machen  ugs., variabel
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkord Armreifen Augendeckel Autoschlüssel Banjo Eiswürfel Geschirr Gitarre Glockenspiel Goldkette Handgelenk Hosentasche Keyboard Klaviatur Klavier Kleingeld Mandoline Melodie Münze Pianist Piano Portemonnaie Schlüsselbund Spieluhr Wimper Windspiel herumklimpern irgendwo klappern versonnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klimpern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Immer wieder klimpert es bei einem der Geräte ganz gewaltig.
Die Welt, 23.03.2004
Denn ich klimpere eher hilflos auf der Tastatur ", beichtet sie.
Bild, 20.01.1999
Sie klimperte am ausgestreckten Arm mit seinem Wohnungsschlüssel und lachte.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 15
Eine halbnackte hessische Sünde setzte sich neben mich und ließ gekonnt angeklebte Wimpern klimpern.
Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 42
Er verlangsamte seine Schritte und klimperte, überlegend, mit dem Geld in der Tasche.
Ball, Hugo: Flammetti. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1918], S. 4915
Zitationshilfe
„klimpern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klimpern>, abgerufen am 20.05.2019.

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