klingeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung klin-geln
Wortbildung  mit ›klingeln‹ als Erstglied: Klingelanlage · Klingelbeutel · Klingeldraht · Klingelknopf · Klingelstreich · Klingelzeichen · Klingelzug
 ·  mit ›klingeln‹ als Letztglied: abklingeln · anklingeln · ausklingeln · durchklingeln · herausklingeln · herunterklingeln · rausklingeln
eWDG

Bedeutung

eine Klingel ertönen lassen, schellen, läuten
Beispiele:
das Telefon klingelt
sie klingelt an der Wohnungstür, bei der Nachbarin
der Radfahrer klingelt
bitte eintreten, ohne zu klingeln!
es hat soeben zum Unterricht, zur Pause, zum Beginn der Vorstellung geklingelt
nach dem Angestellten, dem Zimmermädchen klingeln
umgangssprachlichjmdn. aus dem Schlaf klingeln
umgangssprachlichum Mitternacht wurde der Arzt aus dem Bett geklingelt
übertragen
Beispiel:
saloppjetzt hat es (aber bei mir) geklingelt! (= jetzt ist meine Geduld zu Ende!)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klingeln · Klingel · Klingelbeutel
klingeln Vb. ‘eine Klingel ertönen lassen, läuten, schellen’, ahd. klingilōn (11. Jh.), mhd. klingelen ‘einen Klang geben, rauschen, plätschern’ ist eine Frequentativbildung zu dem unter klingen (s. d.) behandelten Verb. Klingel f. (1. Hälfte 17. Jh.), aus dem Verb rückgebildet. Klingelbeutel m. ‘mit einem Glöckchen versehener Beutel für die Kollekte’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
klingeln · klopfen (Motor)
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Synonymgruppe
die Klingel betätigen · gongen · läuten · schellen  ●  klingeln  Hauptform · bimmeln  ugs.
Unterbegriffe
  • (der) Gong ertönt · (jemand) schlägt den Gong (an) · es gongt
Assoziationen
  • (den) Finger nicht vom Klingelknopf nehmen · ununterbrochen klingeln · ununterbrochen läuten  ●  Sturm läuten  Hauptform
  • (die) Klingel geht · (jemand) klingelt · es klingelt · es läutet  ●  (jemand) will rein  ugs.
Synonymgruppe
bimmeln · klingeln · läuten  ●  schellen  regional · gehen (Klingel, Telefon)  ugs.

Typische Verbindungen zu ›klingeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klingeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›klingeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor ein paar Tagen, es schüttete wie aus Eimern, klingelte es spätabends bei ihnen.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 611
Täglich um 6 Uhr früh klingelt der Wecker, schneller Kaffee.
Bild, 06.08.2003
Natürlich klingelt auch ein Handy, und jemand lacht in den unpassendsten Momenten.
Der Tagesspiegel, 23.02.2002
Er wurde unruhig, als sich im Haus nichts rührte, und klingelte nochmals.
Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 218
Irgendwer klingelt bestimmt, mindestens einer am Vormittag, einer am Nachmittag.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 207
Zitationshilfe
„klingeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klingeln>, abgerufen am 16.10.2021.

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