klirren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungklir-ren
Wortbildung mit ›klirren‹ als Letztglied: ↗aneinanderklirren · ↗kälteklirrend · ↗sporenklirrend · ↗waffenklirrend
eWDG, 1969

Bedeutung

einen hellen, harten, zitternden Ton von sich geben
Beispiele:
das Fenster klirrt von der Detonation
an seinen Stiefeln klirren Sporen
die Armreifen an ihrem Handgelenk klirren
mit dem Schlüsselbund, Säbel, den Ketten klirren
die Vase fiel klirrend zu Boden und zerbrach
Mein Vater schlug mit der Faust auf den Tisch, daß Teller und Gläser klirrten [RennKindheit72]
übertragen
Beispiele:
in der Luft klirrte die Kälte (= die Kälte war sehr stark)
draußen war es klirrend kalt
klirrender Frost
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

klirren Vb. ‘einen hellen, zitternden Ton erzeugen oder von sich geben (besonders von Metall, Glas, Porzellan), hell, metallen klingen’. Das seit Ende des 17. Jhs. zunächst omd., dann (wie auch erklirren, Geklirr) allgemein in der Literatursprache bezeugte lautnachahmende Verb ist vermutlich eine Ableitung von dem ebenfalls dem Omd. entstammenden Schallwort klirr. S. ähnlich gebildete Verben wie ↗knarren, ↗schwirren, ↗surren.

Thesaurus

Synonymgruppe
klickern · ↗klimpern · klirren
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen
Synonymgruppe
klirren · ↗rasseln · ↗scheppern · ↗schmettern
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Armband Bierglas Champagnerglas Cocktailglas Eiswürfel Fensterscheibe Frost Geschirr Glas Kette Kronleuchter Lüster Panzerkette Scheibe Scherbe Schlüsselbund Schrank Schwert Sektglas Spore Säbel Tasse Weinglas Winde aneinander klappern leise poltern rasseln scheppern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klirren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Scheiben klirrten, dann sprang die junge Frau aus dem Fenster.
Bild, 23.11.2000
Auch zwischen den beiden Frauen klirrt es, die Sätze scheinen zu gefrieren, sobald sie ausgesprochen werden.
Die Welt, 25.09.1999
Dann klirrte der Kopf mit dem Helm auf das Pflaster.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 386
Das Wort klirrte an den Wänden des kahlen Raumes wie zerberstendes Glas.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 204
Zwei Ringe in eins gekettet - Werden sie klirren, werden sie klingen?
Gerling, Reinhold: Was muß man vor der Ehe von der Ehe wissen? In: ders., Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg 1933 [1901], S. 296
Zitationshilfe
„klirren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klirren>, abgerufen am 15.10.2019.

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