klobig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungklo-big
eWDG, 1969

Bedeutung

unförmig, massig
Beispiele:
ein klobiger Tisch, Stuhl, Stamm, Baum
eine klobige Gestalt
klobige Hände, Finger
eine klobige Nase
er hat klobige Stiefel an
die eckigen, klobigen Schultern des Mannes
bildlich grob, ungeschickt, schwerfällig
Beispiele:
ein klobiger Mensch
sich klobig ausdrücken
ein klobiges Benehmen haben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kloben · klobig
Kloben m. ‘dicker, unförmiger Holzklotz, Schraubstock’, ahd. klobo ‘gespaltenes Holzstück zum Vogelfang’ (11. Jh.), mhd. klobe ‘gespaltenes Holzstück zum Klemmen, Festhalten, Fessel, Riegel’, asächs. kloƀo, mnd. klōve ‘Spalt, Felsspalte, gespaltenes Holzstück zum Vogelfang’, mnl. clōve, nl. kloof ‘Kluft, Spalt’, aengl. clofe ‘Schnalle’, clufu ‘Knoblauchzehe, Zwiebel’, engl. clove ‘Knoblauchzehe’, (mundartlich amerik.-engl.) ‘Spalte, Felsspalte, Schlucht’, anord. klofi ‘Kluft, Laderaum’, schwed. klove ‘Schraubstock’ (germ. *klubōn m.) sind im Sinne von ‘Gespaltenes, Spalt’ ablautende Bildungen zu dem unter ↗klieben ‘spalten’ (s. d.) behandelten Verb. klobig Adj. ‘klotzig, unförmig, massig, ungeschlacht’ (Mitte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
grob · ↗grobschlächtig · klobig · ↗klotzig · ↗vierschrötig  ●  ↗ungeschlacht  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
grob behauen · klobig · ↗klotzig · roh gefügt · ↗unförmig · ↗ungefüge · ↗wuchtig

Typische Verbindungen
computergeneriert

Armbanduhr Bergschuh Bergstiefel Bildröhre Dinger Gefährt Gehäuse Glaskolben Handschuh Holzschuh Holztisch Kasten Klotz Ledersessel Netzteil Plateauschuh Quader Sandale Schnürstiefel Schuh Schuhwerk Skischuh Skistiefel Stiefel Turnschuh Ungetüm Wanderschuh eckig kantig plump

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›klobig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotz des klobigen Deckels drückt sich dieser schon bei vergleichsweise geringer Belastung auf das Display durch.
C't, 2000, Nr. 19
Der Verlag läßt es sich angelegen sein, seinen neuen Autor ebenso wohlmeinend wie klobig anzukündigen.
Tucholsky, Kurt: B. Traven. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Die Nase schwoll an, breit und klobig, dann zerriß sie.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 86
Heute wird das Wort im Sinne von klobig, grob, unförmig gebraucht.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 78
Zitationshilfe
„klobig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/klobig>, abgerufen am 15.10.2019.

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