knabbern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungknab-bern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›knabbern‹ als Erstglied: ↗Knabberei  ·  mit ›knabbern‹ als Letztglied: ↗abknabbern · ↗anknabbern · ↗aufknabbern · ↗herumknabbern
 ·  mit ›knabbern‹ als Grundform: ↗beknabbern · ↗zerknabbern
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. Hartes in kleinen Bissen essen
Beispiele:
Süßigkeiten, Kekse, Salzstangen, Erdnüsse knabbern
etwas zum Knabbern anbieten, mitbringen
das Kind knabbert seine Schokolade
2.
an etw. knabbernan etw. nagen
Beispiel:
die Maus hat am Speck, Käse geknabbert
umgangssprachlich, übertragen sich mit etw. mühen
Beispiel:
Da knabbern die Kriminalbeamten daran, was das mit seinem Arm gewesen ist [DöblinAlexanderpl.479]
häufig an etw. zu knabbern haben
Beispiele:
an der Rechenaufgabe werden die Schüler zu knabbern haben
fast jeder hat (im Leben) an irgend etwas zu knabbern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knabbern Vb. ‘mit Geräusch nagen, hörbar abbeißen, Hartes in kleinen Bissen essen’, übertragen ‘sich mühen’. Das seit dem 18. Jh. in der Literatursprache belegte, wohl aus dem Omd. kommende Verb ist wie nhd. knappern, knuppern und nd. knabbeln, gnabbeln, nl. knabbelen ‘hörbar nagen’ Iterativbildung zu knappen ‘schnappen, wippend bewegen, wackeln, wanken’, mnd. ‘knacken, knistern’, nd. ‘klatschen, knacken, schnappen, beißen’, nl. ‘knabbern, knacken, prasseln, knistern’. Wohl gleicher Herkunft wie ↗knapp (s. d.). Oder eher lautmalenden Ursprungs?

Thesaurus

Synonymgruppe
etwas Süßes essen · knabbern · ↗naschen · ↗schlecken  ●  ↗knuspern  ugs., regional · ↗schnabulieren  ugs.
Synonymgruppe
knabbern · ↗knuspern · ↗nagen  ●  ↗mummeln  ugs. · ↗mümmeln  ugs. · schnurpseln  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eisenträger Erdnuss Fingernagel Grashalm Hühnerbein Karotte Kartoffelchip Keks Maiskolben Mohrrübe Möhre Nuß Ohrläppchen Plätzchen Popcorn Raupe Salatblatt Salzstange Sonnenblumenkern Unterlippe Zwieback abknabbern anknabbern genußvoll genüßlich herumknabbern nippen rum schlürfen wegknabbern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›knabbern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst knabberte er an ihrem Essen, dann an ihrem Ohr herum, sie grinste belustigt in die Kameras.
Bild, 11.08.2005
Vermutlich hat er in den letzten Tagen schon viel Gebäck geknabbert.
Süddeutsche Zeitung, 25.02.2004
Also Sie sollten, wenn man überhaupt soll - daran knabbere ich noch.
Tucholsky, Kurt: An Walter Mehring, 23.03.1929. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929], S. 16191
Die Tiere fielen über das duftige Futter her und begannen munter daran zu knabbern.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 12
Behaglich knabbernd erbat sie dann des Vaters Brief von Lotte.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15157
Zitationshilfe
„knabbern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/knabbern>, abgerufen am 21.04.2019.

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