Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

knapsen

Grammatik Verb
Worttrennung knap-sen
Wortbildung  mit ›knapsen‹ als Erstglied: Knapserei  ·  mit ›knapsen‹ als Letztglied: abknapsen
Mehrwortausdrücke  an etw. zu knapsen haben
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich knausern
Beispiele:
ich muss jetzt mit dem Geld knapsen
mit der Butter hat sie nicht geknapst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knapsen Vb. ‘knallen, schießen’ (18. Jh.), (mit der Schere) ‘(ab)schneiden’ (19. Jh.), als lautmalende Bildung ‘den Laut knaps ertönen lassen’ (vgl. knipsen). Danach abknapsen ‘abschneiden, einsparen’ (18. Jh.), knapsen ‘übertrieben sparsam sein, knausern’ (20. Jh., unter Einwirkung von knapp, s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(den) Rotstift ansetzen · (jemanden) knapphalten · auf die Kostenbremse treten · einsparen · geizen (mit) · knausern (mit) · mit wenig Geld auskommen · sparen · sparsam leben · sparsam umgehen mit  ●  sparsam sein  Hauptform · auf seinem Geld sitzen  ugs., fig. · knapsen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›knapsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Weil seit Jahren die Einkommen stagnieren, wird überall geknapst – nur nicht beim Auto. [Die Zeit, 29.08.1997, Nr. 36]
Vor allem an den ausladenden Überhängen vorne und hinten wurde geknapst. [Die Zeit, 27.03.2012, Nr. 12]
Sie jobbt nebenher bei der Post, um nicht ständig mit dem Geld knapsen zu müssen. [Die Zeit, 18.10.1985, Nr. 43]
Dennoch hatte das Unternehmen weiterhin schwer an der starken Konkurrenz zu knapsen. [Die Zeit, 15.08.2011 (online)]
Wenigstens knapsen die, die kommen, nicht am Trinkgeld und an edlen Weinen. [Süddeutsche Zeitung, 23.11.2002]
Zitationshilfe
„knapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/knapsen>.

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