knautschig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungknaut-schig (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
salopp missmutig, quenglig
Beispiel:
wenn das Kind müde ist, ist es meist knautschig
2.
umgangssprachlich (schnell) zerknüllt
Beispiel:
der Stoff, das Papier ist knautschig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knautschen · knautschig · Knautschlack
knautschen Vb. ‘durch Zusammendrücken knittern, (zer)knüllen’ ist die seit dem 18. Jh. bezeugte diphthongische Form neben ↗knutschen (s. d.). knautschig Adj. ‘leicht Druckfalten bildend, zerknüllt’ (19. Jh.). Knautschlack m. mit einer Schicht aus Kunststofflack überzogenes, Knautschfalten enthaltendes weiches Nappa- oder Kunstleder für modische Lederwaren aller Art (um 1970).

Thesaurus

Synonymgruppe
knautschig · ↗knittrig · ↗knubbelig · ↗knubblig · verknautscht · verknittert · verknubbelt

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gern trägt sie knautschige Hosen, oft sind ihre Schuhe schmutzverkrustet.
Süddeutsche Zeitung, 01.07.1998
Seither sorgen die knautschigen Pfropfen auch im größten Lärm für Stille.
Die Welt, 29.04.1999
Er kaufte sich seinen eigenen alten Mercedes, einen mit herrlich knautschigen roten Ledersitzen.
Der Tagesspiegel, 20.02.2004
Es ist ein knautschiges Gesicht, ziemlich alt für einen Mann von 33 Jahren, und jede Falte hat etwas zu erzählen.
Süddeutsche Zeitung, 29.06.2002
Zwei Zimmer weiter hängt der Stadtplan von Athen, in der Ecke liegt ein knautschiger Wasserball-Globus.
Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11
Zitationshilfe
„knautschig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/knautschig>, abgerufen am 24.10.2019.

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