kneten

GrammatikVerb · knetete, hat geknetet
Aussprache
Worttrennungkne-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›kneten‹ als Erstglied: ↗Knetgummi · ↗Knetmaschine · ↗Knetmassage · ↗Knetmasse · ↗knetbar
 ·  mit ›kneten‹ als Letztglied: ↗durchkneten · ↗einkneten · ↗zusammenkneten
 ·  mit ›kneten‹ als Grundform: ↗Knete
eWDG, 1969

Bedeutung

eine weiche Masse derb mit den Händen bearbeiten, drückend formen
Beispiele:
den Teig kneten
der Bildhauer knetete das Modell aus Ton
im Kunstunterricht werden die Schüler heute kneten
übertragen jmdn. beeinflussen, formen
Beispiel:
Der Priester mußte ihn also mit geduldigen, behutsamen Worten kneten und locken [Feuchtw.Jefta52]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kneten · Knete
kneten Vb. ‘(eine weiche Masse) mit den Händen drückend bearbeiten, formen’, ahd. knetan (9. Jh.), mhd. kneten, asächs. knedan, mnd. knēden, mnl. cnēden, nl. kneden, aengl. cnedan, engl. to knead, (ablautend) anord. knoða, schwed. knåda sind vergleichbar mit aslaw. gnetǫ ‘ich (be)drücke, dränge’, russ. gnestí (гнести) ‘bedrücken, quälen, herausdrücken, -pressen’, apreuß. gnode ‘Trog zum Brotkneten’, so daß von ie. *gnet-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. ↗kneipen) ausgegangen werden kann. Knete f. ‘Knetmasse, Plastilin’ (20. Jh.); umgangssprachlich in scherzhafter Übertragung (ohne erkennbaren Grund) ‘Geld’.

Thesaurus

Synonymgruppe
durchkneten · kneten · ↗massieren · ↗walken

Typische Verbindungen
computergeneriert

Backstube Brotteig Eigelb Finger Lehm Masseur Masseurin Mehl Muskel Nudelteig Physiotherapeut Plastilin Schneeball Taschentuch Teig Unterlippe Wade backen durchkneten formen herumkneten kneten massieren nervös umkneten verlegen walken walzen zurecht zusammenkneten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kneten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er knetet die Hände, seine Augen wandern unruhig von einem Winkel zum anderen.
Die Zeit, 26.11.2008, Nr. 48
Er blickt oft aus dem Fenster beim Reden, häufig knetet er seine Finger.
Der Tagesspiegel, 31.07.2004
Er drückte und knetete und stapelte die zusammengefalteten Decken millimetergenau übereinander.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 353
Den zerfallenden Ton des Volkes knetet die Prophetie im Exil neu um.
Taubes, Jacob: Abendländische Eschatologie, München: Matthes und Seitz, 1991 [1947], S. 17
Niemand knetet uns wieder aus Erde und Lehm, niemand bespricht unseren Staub.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 380
Zitationshilfe
„kneten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kneten>, abgerufen am 24.05.2019.

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