kniffen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungknif-fen
Wortbildung mit ›kniffen‹ als Letztglied: ↗aufkniffen · ↗einkniffen · ↗zusammenkniffen
eWDG, 1969

Bedeutung

Papier, Stoff und ähnliches Material scharf umbiegen
Beispiele:
ein Stück Papier, den Zettel (der Länge nach) kniffen
bevor die Naht genäht wird, muss der Stoff geknifft werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kniff · kniffen
Kniff m. ‘das Kneifen, dadurch entstandene Falte in Papier oder Stoff’, Mitte des 18. Jhs. zum Verb ↗kneifen (s. d.) gebildet. Die Bedeutung ‘Kunstgriff, Trick, List’ (ebenfalls 18. Jh., doch vgl. bereits gleichbed. mnd. knēp) leitet sich von der betrügerischen Kennzeichnung von Spielkarten durch Einkneifen her. kniffen Vb. ‘in Falten legen, falzen’ (19. Jh.).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
falten · ↗falzen · ↗fügen · ↗knicken · kniffen
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann kniffte er die Zeitung sauber zusammen und steckte sie in den Rock zurück.
Duncker, Dora: Jugend. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9487
Die Software knifft auf Wunsch ausgewählte Kanten und spitzt die Fläche zu Steuerpunkten hin.
C't, 2001, Nr. 11
In der Heftlinie wird der Stoff geknifft und der Bruch 3 mm breit abgesteppt.
Janusch, Antonie: Unser Schneiderbuch, Leipzig: Verlag für d. Frau 1979 [1965], S. 60
Wenn er nur eine Hutkrempe verbogen, ein Hutband geknifft hätte!
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 440
Zitationshilfe
„kniffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kniffen>, abgerufen am 09.12.2019.

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