knutschen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungknut-schen
Wortbildung mit ›knutschen‹ als Erstglied: ↗Knutscher · ↗Knutscherei · ↗Knutschfleck
 ·  mit ›knutschen‹ als Letztglied: ↗abknutschen · ↗herumknutschen
eWDG, 1969

Bedeutung

salopp, derb eine Person des anderen Geschlechts heftig umarmen und küssen
Beispiele:
er hat das Mädchen (in aller Öffentlichkeit, beim Tanzen) geknutscht
sie knutschten sich im Park, in der Haustür
Wo die sich wohl herumtrieben? Standen gewiß an den Straßenecken und knutschten [BredelVäter284]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

knutschen Vb. ‘liebkosend an sich drücken, heftig küssen’ (19. Jh.), älter ‘drücken, pressen, quetschen’. Vgl. mhd. (md.) knutzen, knützen ‘drücken, quetschen’, zuknutschen ‘zerdrücken’, nhd. in den landschaftlichen Varianten knützen, knütschen, knūtschen, wobei sich langvokalisches knūtschen erst spät durchsetzt. Daneben auch weithin die diphthongische (semantisch spezifizierte) Form ↗knautschen (s. d.). Das Verb ist verwandt mit ↗Knoten (s. d.) und schließt sich formal der dort verzeichneten Wortgruppe um mhd. knotze ‘Knorren’ an.

Thesaurus

Synonymgruppe
einen Kuss geben · ↗küssen · seine Lippen auf jmds. Lippen drücken  ●  Bussi geben  ugs. · ↗abschmatzen  ugs. · ↗busseln  ugs. · ↗bützen  ugs. · knutschen  ugs. · ↗schnäbeln  ugs.
Assoziationen
  • Knutschfleck  ●  Unterdruck-Hämatom  fachspr. · Zuzlfleck  ugs., österr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dschungel-Königin Elch Freundin Kumpel Liebespaar Paar Pärchen Sofa Tanzfläche Teenager abknutschen eifrig flirten fremd fummeln hemmungslos herum herumknutschen herzen innig knuddeln kuscheln miteinander rauchen rumknutschen tanzen turteln umarmen ungeniert wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›knutschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Irgendjemand, mit dem du schon seit Jahren knutschen wolltest, knutscht mit dir.
Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02
Wo kann ich flirten, wo kann ich gucken, wo kann ich knutschen?
Bild, 19.08.2002
Es ist zwar verboten, öffentlich zu knutschen, aber gegen Kuscheln auf dem Roller hat niemand etwas einzuwenden.
Süddeutsche Zeitung, 22.05.2001
Monate nach Beendigung unserer Liaison sage ich ihm, daß es mich bei ihm gestört hat, daß ich mit ihm nie schmusen konnte, immer nur knutschen.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 84
Man küßte, knutschte, schüttete Sekt hinunter, überspült von der Musik eines riesigen Orchesters.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 263
Zitationshilfe
„knutschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/knutschen>, abgerufen am 15.09.2019.

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