koinzidieren

GrammatikVerb · koinzidierte, hat koinzidiert
Aussprache
Worttrennungko-in-zi-die-ren
HerkunftLatein
Wortbildung formal verwandt mit: ↗Koinzidenz · ↗koinzident
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2016

Bedeutung

bildungssprachlich etw. koinzidiert (mit etw.)zusammenfallen, -treffen
Beispiele:
Japans Abstieg koinzidiert mit Chinas Aufstieg […] auf dem Weltmarkt. [Die Zeit, 20.07.2012, Nr. 30]
Wenn Schopenhauers Pessimismus so wertvoll ist, dann deswegen, weil er koinzidiert mit der Geburt eines Zeitalters des unermüdlichen Optimismus, das bis heute über uns gebietet. [Neue Zürcher Zeitung, 02.01.2005]
Selbst da, wo beide [politische und geschäftliche] Interessen in einer Person koinzidierten, blieben sie getrennt der Sache nach; etwa in Walther Rathenau, dem deutschen Industriellen, der als Geschäftsmann so lebte und handelte wie andere Geschäftsleute und nebenher seine gedankenreichen, »zeitkritischen« Bücher schrieb. [Mann, Golo: Die europäische Moderne. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 18158]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) decken · ↗konsistent (sein) · zusammen auftreten · ↗zusammenfallen · ↗zusammentreffen · ↗übereinstimmen  ●  koinzidieren  fachspr.
Zitationshilfe
„koinzidieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/koinzidieren>, abgerufen am 18.02.2019.

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