kommen
GrammatikVerb · kam, ist gekommen
Aussprache
Worttrennungkom-men (computergeneriert)
Wortbildung mit ›kommen‹ als Letztglied: ↗abkommen · ↗ankommen · ↗aufkommen · ↗auskommen · ↗beikommen · ↗daherkommen · ↗dahinterkommen · ↗darumkommen · ↗davonkommen · ↗dazukommen · ↗dazwischenkommen · ↗drankommen · ↗draufkommen · ↗drumrumkommen · ↗durcheinanderkommen · ↗durchkommen · ↗einherkommen · ↗einkommen · ↗emporkommen · ↗entgegenkommen · ↗entlangkommen · ↗fortkommen · ↗freikommen · ↗gleichkommen · ↗heimkommen · ↗herabkommen · ↗herankommen · ↗heraufkommen · ↗herauskommen · ↗herbeikommen · ↗hereinkommen · ↗herkommen · ↗herumkommen · ↗herunterkommen · ↗hervorkommen · ↗herzukommen · ↗herüberkommen · ↗hierherkommen · ↗hinabkommen · ↗hinaufkommen · ↗hinauskommen · ↗hindurchkommen · ↗hineinkommen · ↗hinkommen · ↗hinterdreinkommen · ↗hinterherkommen · ↗hinunterkommen · ↗hinwegkommen · ↗hinzukommen · ↗hinüberkommen · ↗hochkommen · ↗klarkommen · ↗loskommen · ↗mitkommen · ↗nachkommen · ↗nahekommen · ↗niederkommen · ↗näherkommen · ↗rankommen · ↗raufkommen · ↗rauskommen · ↗reinkommen · ↗rumkommen · ↗runterkommen · ↗rüberkommen · ↗umkommen · ↗unterkommen · ↗vorankommen · ↗vorbeikommen · ↗vorkommen · ↗vorwärtskommen · ↗vorüberkommen · ↗wegkommen · ↗weiterkommen · ↗wiederkommen · ↗zugutekommen · ↗zukommen · ↗zurechtkommen · ↗zurückkommen · ↗zusammenkommen · ↗zuvorkommen · ↗übereinkommen · ↗überkommen
 ·  Ableitungen von ›kommen‹: ↗bekommen · ↗entkommen · ↗verkommen
 ·  formal verwandt mit: ↗vollkommen · ↗willkommen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
bezeichnet eine Bewegung, die auf ein Ziel gerichtet ist, wobei die Bewegung vom Ziel aus gesehen wird und das Ziel häufig mit dem Standort des Sprechers identisch ist
a)
irgendwohin kommen
Beispiele:
der Vater kommt nach Dienstschluss gleich nach Hause
sie kommen heute zum Abendessen zu uns
ich komme gern zu euch
er kommt oft nach Berlin
wir kamen an den Fluss, die Brücke
die Matrosen kamen an Land
Postkarte genügt, komme ins Haus umgangssprachlich, scherzhaft
da bist du bei mir an den Falschen, Richtigen, an die falsche, richtige Adresse gekommen salopp
er soll mir nicht wieder unter die Augen kommen umgangssprachlich
jmdm. ist etw. ins Auge gekommen umgangssprachlich
etw. ist ihm in die falsche Kehle gekommen (= er hat sich beim Essen verschluckt) (= er hat etw. übelgenommen) umgangssprachlich
kein Schlaf kam mir in die Augen gehoben
Argwohn kam in seine Seele gehoben
b)
irgendwoher kommen
Beispiele:
ich komme gerade von ihm, von dort, von daheim, von der Arbeit
der Zug kommt aus B
der Glückwunsch kommt von Herzen
von den Schülern kamen nur falsche Antworten
der Sturm kam von der Seite
die Straße, die von Halle kommt
von rechts kam ein schmaler Weg
Vom Dorfteich her kam wütendes Hundegebell [SchnurreRechnung23]
c)
Beispiele:
ich konnte leider nicht kommen
sein Kommen zusichern
komm! (= komm her!) (= geh mit!)
des Weges kommen
sie sind denselben Weg gekommen wie wir
die einen kamen, die anderen gingen
hier herrscht ein ständiges Kommen und Gehen
die Tage, Jahre, Erinnerungen kommen und gehen
d)
Beispiele:
am Abend kam mein Onkel
der Zug ist vor einer halben Stunde, eben gekommen
er kann, muss jeden Augenblick kommen
ich werde versuchen, heute, morgen, in 14 Tagen zu kommen
kommt er heute nicht, so kommt er morgen (= er lässt sich Zeit) umgangssprachlich
er kam zur rechten Zeit, gerade recht, pünktlich, zu früh
er kam in letzter Minute, kurz vor Toresschluss umgangssprachlich
es ist schön, dass Sie endlich kommen
zur Unzeit kommen
wer zuerst kommt, mahlt zuerst sprichwörtlich
eine Wirtschafterin, die tagsüber für einige Stunden kommt [GoesAber im Winde213]
Spät kommt Ihr – Doch Ihr kommt [SchillerPiccolominiI 1]
e)
Beispiele:
sie kam (mir) (un)gelegen, unerwartet
überraschend kommen
die Besucher kamen in hellen Haufen
er kam nie mit leeren Händen
mit der (Eisen)bahn, dem Flugzeug, Schiff, Bus, zu Fuß kommen
»kommen« + Part. Prät. eines Verbs der Bewegung
sich auf eine bestimmte Art nähern
Beispiele:
gelaufen, gefahren, geritten kommen
ein Stein kam geflogen
er kam angelaufen
er kam angerast, anspaziert salopp
f)
Beispiele:
zu Gast, Besuch kommen
der Soldat kam auf Urlaub
ich komme wegen der Reparatur
wir kommen, (um) dir zu helfen, dir mündlich zu antworten, dir zu sagen, dass ...
jmdn. besuchen, abholen, begrüßen kommen umgangssprachlich
er kam gratulieren umgangssprachlich
niemand kam öffnen umgangssprachlich
g)
etw. kommtetw. wird gebracht
Beispiele:
eine Nachricht kommt
es ist ein Paket für dich gekommen
der Brief kommt und kommt nicht (= bleibt lange aus)
das Essen kommt gleich auf den Tisch
h)
jmdn., etw. kommen lassenjmdn., etw. bestellen, holen
Beispiele:
den Arzt, Klempner, einen Handwerker kommen lassen
wir haben ein Taxi kommen lassen
wir werden die Torte vom Konditor, die Blumen direkt aus der Gärtnerei kommen lassen
i)
an einen Ort gelangen
Beispiel:
wie komme ich zum Rathaus?
2.
über, durch einen Ort kommeneinen Ort berühren
Beispiele:
ich bin dieses Mal über Halle gekommen
der Zug kommt auch über, durch Leipzig
auf unserer Reise kamen wir durch die ganze Republik
viele Schiffe kommen durch die Schleuse
3.
eine (neue) Tätigkeit aufnehmen
Beispiele:
er kommt nächstes Jahr in die Schule (= wird vom nächsten Jahr an die Schule besuchen)
mein Bruder kommt auf die Fachschule, die Universität
er kam zur Armee (= wurde einberufen)
der Absolvent kommt nach B (= wird in B eingesetzt, nimmt seine Tätigkeit in B auf)
4.
irgendwohin überführt, gebracht werden
Beispiele:
sie kam sofort ins Krankenhaus
er kam ins Gefängnis, vor den Richter
die Sache kam vor Gericht
5.
nahen, anbrechen
Beispiele:
der Tag, die Nacht, der Abend kam
es wird bald Regen, ein Gewitter, eine Abkühlung kommen
jetzt kommt der Umbruch, die Entscheidung
der Tod, dsa Ende, sein letztes Stündlein ist gekommen
die Zeit dafür (noch nicht) für gekommen halten
die Zeit wird kommen, wo ...
etw. ist im Kommen (= gewinnt an Bedeutung)
kommt Zeit, kommt Rat sprichwörtlich
6.
hervortreten, erscheinen
Beispiele:
die ersten Knospen, Blüten, Schneeglöckchen kommen schon
die Bohnen, Erbsen kommen (= gehen auf)
bei unserem Kind kommen schon die ersten Zähne
ein Kind kommt zur Welt (= wird geboren)
aus der Wunde kam etwas Blut
der Mond kommt aus den Wolken
die Wahrheit wird schon an den Tag, ans Licht kommen
etw. kommt zutage
der Betrug wird noch an die Sonne kommen
keine Klage kam über seine Lippen
seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen
die Reue kam zu spät
7.
jmdm. kommt etw.
etw. taucht bei jmdm. auf
Beispiele:
jmdm. kommen Bedenken, Zweifel
plötzlich kam mir ein Gedanke, Einfall, die Erleuchtung, Erinnerung
jmdm. kommt etw. in den Sinn
ihr kamen vor Schmerz die Tränen
jmdn. wandelt etw. an
Beispiele:
ihm kam die Lust, der Wunsch, das Verlangen zu singen
jmdm. kommt der Zorn, die Wut
8.
eintreffen, Wirklichkeit werden, geschehen
Beispiele:
es kam, wie es kommen musste
wie es auch, was auch immer kommen mag
mag kommen, was da will
es kam anders, schlimmer, als ich gedacht hatte
ich sehe es kommen, dass ...
das habe ich schon lange kommen sehen
das kam für ihn völlig überraschend
so kam es, dass ...
das musste ja so kommen
wie's kommt, so kommt's umgangssprachlich
es wird noch dahin kommen, noch so weit kommen, dass ...
das durfte (jetzt) nicht kommen (= es war dumm, das jetzt zu sagen) spöttisch
in Erwartung der Dinge, die da kommen werden, sollen spöttisch
ein Unglück kommt selten allein sprichwörtlich
es kommt zu etw.etw. tritt ein
Beispiele:
es kam zum Krieg, zum Bruch
es kam zum Krachen salopp
es kam dazu, dass er abgesetzt wurde
9.
jmd., etw. folgt, schließt sich an
a)
räuml.
Beispiele:
wenn Sie geradeaus gehen, kommt erst die Kirche, dann der Bahnhof
hinter der Wiese kommt gleich der Wald
b)
zeitl.
Beispiele:
ich komme nach, hinter ihm
Klaus kommt zuerst, zuletzt, als Letzter
jetzt kommen wir an die Reihe, kommt die Reihe an uns
erst kommen die Nachrichten, dann der Kommentar des Tages
das Wichtigste, die Hauptsache kommt erst noch
Hochmut kommt vor dem Fall sprichwörtlich
c)
kommend
oft im Part. Präs.
nächst
Beispiele:
kommende Saison, Ostern, Weihnachten
am kommenden Sonntag
in der kommenden Woche
im kommenden Jahr
zukünftig, später
Beispiele:
das bleibt kommenden Generationen, Geschlechtern, Zeiten vorbehalten
kommende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
der Skispringer gilt als kommender Mann, als eine kommende Größe (= man erwartet noch große Leistungen von ihm)
10.
von etw. herstammen, herrühren, seine Ursache, seinen Ursprung in etw. haben
Beispiele:
sein Husten kommt vom vielen Rauchen
deine Müdigkeit kommt vom Vitaminmangel
man fragt sich, woher bei ihnen das Geld dafür, das viele Geld kommt
das kommt von der Unaufmerksamkeit
das kommt davon, wenn man nicht Acht gibt
daher kommt es, dass er dagegen eine Abneigung hat
wie, woher kommt es, dass ihr noch Zweifel habt?
aus kleinen Verhältnissen kommen
›Kunst‹ kommt von ›können‹
solche Namen kommen ja nicht von ungefähr [GoesGabe120]
etw. kommt von jmdm. auf jmdn. gehoben, veraltend etw. wird auf jmdn. vererbt
Beispiel:
Auf seiner Weste war die lange und dünne goldene Uhrkette zu sehen, die von seinem Urgroßvater auf ihn gekommen war [Th. MannBuddenbrooks1,727]
11.
gibt an, dass sich die Lage, der Zustand von jmdm., etw., die Stimmung von jmdm. ändert
a)
in eine unangenehme Lage, einen unangenehmen Zustand geraten
Beispiele:
in Not, Gefahr, Bedrängnis, ins Hintertreffen, in Schwierigkeiten, in Ungelegenheiten, in Verdacht, Versuchung kommen
in des Teufels Küche kommen salopp
er ist (völlig) auf den Hund, unter die Räder, den Schlitten, den Pantoffel gekommen salopp
vom Regen in die Traufe kommen umgangssprachlich
er ist gewaltsam zu Tode gekommen
mit dem Gesetz in Konflikt kommen (= gegen das Gesetz verstoßen) verhüllend
in Verzug kommen (= Rückstände haben) papierdeutsch
das Haus ist unter den Hammer gekommen (= wurde versteigert)
Elend, ein schweres Unglück ist über uns gekommen
aus dem Takt, Konzept kommen
er ist völlig von Kräften, außer Atem gekommen
b)
einen erstrebenswerten, angenehmen Zustand herstellen, wiederherstellen
Beispiele:
er ist endlich auf freien Fuß gekommen
das Mädchen ist unter die Haube gekommen (= hat geheiratet) umgangssprachlich
endlich kam er wieder auf die Beine, auf den Damm umgangssprachlich
er kam langsam wieder zu sich, zur Besinnung, zur Vernunft
ich bin den ganzen Tag nicht zur Ruhe gekommen
nach diesem Entschluss kamen Ruhe und Frieden über sie
wir müssen sehen, wie wir damit ins Reine, Klare kommen
es ist alles (wieder) in Ordnung gekommen
das kommt alles wieder ins Lot, rechte Gleis, Gleichgewicht
c)
in eine andere Stimmung geraten
Beispiele:
in Zorn, Harnisch, Verzweiflung, Angst, Eifer kommen
plötzlich kam der Jammer, das Entsetzen, ein Schrecken über sie
Wut kommt über jmdn.
die Gäste kamen in Stimmung
außer Fassung, außer sich kommen
d)
»kommen« + Inf. mit »zu«
Beispiele:
ich kam neben ihn zu sitzen
die Katze kommt immer auf die Füße zu stehen
e)
drückt einen Beginn aus; in abgeschwächter Bedeutung
Beispiele:
das Auto kam in Gang, ins Rutschen, Schleudern
der Wagen kommt auf Geschwindigkeit
die Angelegenheit ist nun endlich in Fluss, Bewegung, Schwung gekommen
die Arbeit darf nicht zum Stillstand, ins Stocken kommen
der Stein kommt ins Rollen
er ist ins Bummeln gekommen
sein Entschluss kam ins Wanken
f)
Beispiele:
kurze Röcke sind in Mode, aus der Mode gekommen (= modern, unmodern geworden)
Leben kam in die Menge
12.
zu etw. kommen
etw. erlangen, bekommen
Beispiele:
er ist zu Geld(e), zu einem großen Vermögen gekommen
er weiß nicht, wie er wieder zu seinem Geld kommen soll umgangssprachlich
zu Ruhm, Ansehen, hohen Ehren kommen
ich weiß nicht, wie ich zu der Ehre komme (= womit ich sie verdient habe) umgangssprachlich, scherzhaft
wie bist du denn dazu gekommen? (= woher hast du das) umgangssprachlich
zur Herrschaft kommen
das Bild kommt hier erst richtig zur Geltung
ich bin zu der Überzeugung, Ansicht, dem Schluss, der Meinung gekommen, dass ...
du bist entschieden zu kurz gekommen (= hast zu wenig bekommen) umgangssprachlich
Man wird den Pächtern helfen, zu Land zu kommen [BrechtKalendergeschichten90]
es zu etw. bringen
Beispiele:
bei deiner Faulheit wirst du zu nichts kommen
er kommt auf keinen grünen Zweig
etw. erzielen, erreichen
Beispiele:
zu einem Erfolg, Ergebnis kommen
so kommen wir zu keinem Ende, nicht zum Ziel
er ist nicht richtig zum Zuge gekommen
der Jäger kam nicht zum Schuss (= hatte keine Gelegenheit, einen Schuss abzugeben)
13.
um etw. kommen
etw. einbüßen
Beispiele:
er ist um sein Augenlicht, Gehör gekommen
er ist auf tragische Weise ums Leben gekommen
durch seinen Leichtsinn ist er um seine Ersparnisse, all sein Geld gekommen
heute bin ich um meine Ruhe, meinen Schlaf gekommen
an etw. nicht teilnehmen (können)
Beispiele:
um die Reise sind wir leider gekommen
wir sind um das Schönste, Beste, den Theaterbesuch gekommen
aus etw. kommenschwinden, verschwinden
Beispiele:
er ist mir ganz aus den Augen, aus dem Sinn gekommen
das Buch kommt nicht (= lasse ich nicht) aus meinen Händen
14.
auf, hinter etw. kommen(mit den Gedanken) auf etw. stoßen
Beispiele:
er ist auf einen guten, glücklichen Gedanken gekommen
auf diesen Einfall wäre ich niemals (von allein) gekommen
ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass ...
wie kommt er denn darauf (= welche Gedanken haben ihn dazu geführt)
wie kommst du auf diesen Verdacht, diese Vermutung?
zufällig kam die Rede, das Gespräch auf die Angelegenheit
wir werden in der Sitzung noch darauf zu sprechen kommen
ich kann nicht auf seinen Namen kommen (= sein Name fällt mir nicht ein)
etw. herausfinden, entdecken
Beispiele:
jmdm. auf die Spur kommen
wir müssen versuchen, der Sache auf den Grund zu kommen
wir werden schon noch hinter die Sache, sein Geheimnis, die Wahrheit kommen
endlich sind wir hinter seine Pläne gekommen
15.
dient zur Umschreibung eines Verbalbegriffs
a)
Beispiele:
zu Fall kommen (= fallen)
mir ist etw. zu Ohren gekommen (= ich habe etw. gehört)
er ist mir lange nicht zu Gesicht gekommen (= ich habe ihn lange nicht gesehen)
zum Ausbruch kommen (= ausbrechen)
zur Entfaltung kommen (= sich entfalten)
zu einem Entschluss kommen (= sich entschließen)
ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ... (= ich habe erkannt, dass ...)
zu einer Einigung kommen (= sich einigen)
jmdm. zu Hilfe kommen (= jmdm. helfen)
in Wegfall kommen (= wegfallen) papierdeutsch
b)
»etw. kommt zu« + subst. Verbalvorgang
dient zur Umschreibung des Passivs   etw. gelangt zu
Beispiele:
die Sache kommt bald zum Abschluss (= wird bald abgeschlossen werden)
der Fall kommt zur Verhandlung (= wird verhandelt werden)
zum Einsatz kommen (= eingesetzt werden)
Dividenden kommen zur Ausschüttung, Verteilung (= werden ausgeschüttet, verteilt werden) papierdeutsch
die Waren kamen bereits zur Auslieferung (= wurden bereits ausgeliefert) papierdeutsch
zur Anwendung kommen (= angewendet werden) papierdeutsch
das kommt dabei in Abrechnung (= wird abgerechnet) papierdeutsch
16.
jmdm. kommen umgangssprachlich
a)
sich jmdm. gegenüber in bestimmter Weise verhalten, jmdn. in bestimmter Weise behandeln
Beispiele:
er kam mir frech, unverschämt, grob
so lasse ich mir nicht kommen
kommst du mir so?
komm mir nicht von der, von dieser Seite
b)
an jmdn. mit etw. herantreten
Beispiele:
komm mir nicht damit!
er kommt ihm immer wieder mit derselben alten Geschichte
jmdm. mit einer Bitte kommen
Und kommen Sie nicht immer mit diesem Defaitismus [FrischBiedermann3]
Bei alten Frauen muß man moralisch kommen [HartungWunderkinder35]
17.
etw. kommt an eine bestimmte Stelle umgangssprachlich etw. gehört an eine bestimmte Stelle, hat seinen bestimmten Platz
Beispiele:
die Fotos kommen ins Album
das Geschirr kommt in die Anrichte, die Gläser kommen in die Vitrine, der Schrubber kommt in den Besenschrank
diese Decke kommt auf den Klubtisch
auf das Heft kommt der Name des Schülers
zwischen die getrockneten Pflanzen kommt Löschpapier
der Aufsatz kommt in Band 2 (= der Aufsatz wird in Band 2 abgedruckt)
18.
etw. kommt (jmdn., jmdm.) etw. umgangssprachlich etw. kostet (jmdn.) etw.
Beispiele:
das Stück kommt fünf Euro
mit der Eisenbahn kommt der Transport billiger
die Geburtsfeier kam mich teuer (zu stehen)
Der ganze wundervolle Quark, / Der kommt uns Tag für Tag rund hundert Mark [WeinertZwischensp.493]
übertragen
Beispiel:
sein Leichtsinn wird, kann ihn, ihm teuer zu stehen kommen
wenn es hoch kommtim äußersten Falle, höchstens
Beispiele:
wenn es hoch kommt, verdient er 800 Euro, bekommt er drei Jahre Gefängnis
wenn es hoch kommt, sind es zwei Stunden Fußweg
19.
abgeblasst
a)
Beispiele:
auf jmdn. nichts kommen lassen (= jmdm. nichts Schlechtes nachsagen lassen)
wir sind auf unsere Kosten gekommen (= wir haben gut verdient) (= wir haben uns gut unterhalten)
das kommt nicht in Frage, Betracht
in die Jahre kommen (= älter, alt werden)
mit jmdm. ins Geschäft kommen (= ein Geschäft mit jmdm. abschließen)
jmdm. ins Gehege kommen (= sich in jmds. Angelegenheiten einmischen) umgangssprachlich
mir ist etw. in die Quere gekommen (= etw. hat meine Pläne, Absichten gestört) salopp
mit Präposition
in Verbindung mit »nach«
Beispiel:
das Kind kommt nach dem Vater (= das Kind wird dem Vater ähnlich) umgangssprachlich
in Verbindung mit »von«
Beispiele:
wir kamen mit der Arbeit nicht von der Stelle, die Arbeit kam nicht vom Fleck (= wir kamen mit der Arbeit nicht voran) umgangssprachlich
von nichts kommt nichts (= wenn man nicht arbeitet, wird man nichts erreichen) umgangssprachlich
vom Hundertsten ins Tausendste kommen umgangssprachlich
in Verbindung mit »zu«
Beispiele:
jmdn. nicht zu Wort kommen lassen
jmdm. kommt etw. zustatten, zugute, zupass
sich etw. zu Schulden kommen lassen
Personen kamen nicht zu Schaden
b)
Sonderbedeutungen
Beispiele:
das Haus kommt an den Sohn (= der Sohn erbt es)
wie viel kommt auf deinen Teil? (= wieviel erhältst du?)
auf jeden kommen fünf Euro
gut, leicht durchs Leben kommen (= es gut, leicht im Leben haben)
er ist gut durch die Prüfung gekommen (= hat sie gut bestanden)
wie kommen Sie dazu (= was fällt Ihnen ein), das zu sagen? umgangssprachlich
wie komme ich dazu, ihm Geld zu geben? (= warum sollte gerade ich ihm Geld geben) umgangssprachlich
dazu kommen noch 2 000 Euro (= muss man noch 2000 Euro rechnen) umgangssprachlich
wohin sollten wir kommen (= was sollte aus uns werden), wenn ... umgangssprachlich
mit dem bisschen Geld wirst du nicht weit kommen (= reichen) umgangssprachlich
es ist weit mit ihm gekommen (= er ist tief gesunken) spöttisch
wie weit bist du mit der Arbeit gekommen? (= wieviel hast du geschafft?)
ich bin heute zu nichts, zu keiner Arbeit gekommen (= habe nichts geschafft)
ich bin gestern spät ins Bett gekommen
wir kommen selten ins Theater, unter Menschen (= haben selten Gelegenheit dazu)
man darf es nicht bis zum Äußersten kommen lassen (= muss das Schlimmste verhüten)
zum Stolz kommt bei ihm noch der Geiz (= neben seinem Stolz ist er noch geizig)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kommen · Kunft · Abkunft · Ankunft · Auskunft · Auskunftei · Einkünfte · Herkunft · Niederkunft · Übereinkunft · Unterkunft · Zukunft · zukünftig · Zusammenkunft · abkommen · Abkommen · Abkomme · abkömmlich · ankommen · Ankömmling · aufkommen · auskommen · Auskommen · auskömmlich · einkommen · Einkommen · entkommen · herkommen · Herkommen · herkömmlich · nachkommen · Nachkomme · Nachkommenschaft · Nachkömmling · niederkommen · übereinkommen · überkommen · überkommen · umkommen · unterkommen · verkommen · Verkommenheit · vorkommen · Vorkommnis · zukommen
kommen Vb. ‘sich einem Ort nähern, sich von einem Ort hierher begeben, einen Ort erreichen, eintreffen, erscheinen’, ahd. queman (8. Jh.), mhd. (mit Verschmelzung von u und e zu o) komen, asächs. kuman, mnd. kōmen, kāmen, kommen, mnl. cōmen, nl. komen, aengl. cuman, engl. to come, got. qiman, anord. koma, schwed. komma führt mit aind. gámati ‘geht’, toch. A käm-, kam-, kum-, toch. B kä(n)m-, kam-, śem- ‘kommen’, griech. bá͞inein (βαίνειν) ‘gehen’, lat. venīre ‘kommen’, lit. gim̃ti ‘zur Welt kommen, geboren werden, entstehen’ auf eine Wurzel ie. *gu̯em- ‘gehen, kommen, zur Welt kommen, geboren werden’. Im Dt. ist der ursprüngliche Anlaut qu- (germ. kw-) im Verbaladjektiv ↗bequem (s. d.) erhalten. Kunft f. ‘das Kommen, Ankommen’ (selbständiges Substantiv bis ins 19. Jh.), ahd. kumft (8. Jh.), kunft (9. Jh.), mhd. kumft, kunft ‘Ankunft, das Kommen, Eintreffen, Zukunft, das Zukünftige’ neben mnd. kumpst, kumst, komst, mnl. comst, nl. komst sind Abstrakta mit sti-Suffix (vgl. auch mit ti-Suffix got. gaqumþs ‘Zusammenkunft, Versammlung’), wobei im Hd. -s- in -f- übergeht mit nachfolgendem Wandel von m zu n; daran anschließend die Ableitung ↗künftig (s. d.). Im frühen 19. Jh. wird das Substantiv in freier Verwendung aufgegeben, bleibt jedoch als Grundwort von Komposita erhalten. Abkunft f. ‘Abstammung, Herkunft’, älter ‘Nachkommenschaft’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Ertrag’ (Anfang 17. Jh.), auch ‘Übereinkunft’ (18. Jh.). Ankunft f. ‘Herkunft, Ursprung, das Ankommen, Eintreffen’ (2. Hälfte 15. Jh.). Auskunft f. ‘Information, Mitteilung, Antwort’ (18. Jh.), ‘das Herauskommen, Ergebnis’ (17. Jh.), ‘das Ausfließen’ (15. Jh.); Auskunftei f. ‘Auskunftsbüro’ (19. Jh.). Einkünfte Plur. ‘Ertrag, Gewinn, Verdienst’ (16. Jh.); vgl. mhd. īnkumft ‘Eintreffen, Ankunft’. Herkunft f. ‘Brauch, Herkommen’ (17. Jh.), ‘Abstammung’ (16. Jh.); vgl. mnd. hērkum(p)st ‘Herkommen, Abstammung, Brauch’. Niederkunft f. ‘Zeit, Vorgang der Entbindung’ (Ende 17. Jh.). Übereinkunft f. ‘Einigung, Übereinstimmung’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Vertrag, Absprache, Abmachung’ (18. Jh.). Unterkunft f. ‘Obdach, Wohnung, Quartier’ (1. Hälfte 19. Jh.). Zukunft f. ‘die noch bevorstehende, die kommende Zeit’, ahd. zuokumft ‘Herankunft, Ankunft’ (10. Jh.), mhd. zuokumft, zuokunft ‘das (Herzu)kommen, Ankunft, Verfolgung, Zukunft’, bis zu Beginn des 17. Jhs. auch im räumlichen Sinne; zukünftig Adj. ‘zeitlich bevorstehend, in der Zukunft stattfindend’, ahd. zuokumftīg ‘ankommend’ (9. Jh.), mhd. zuokünftic ‘(heran)kommend, künftig, noch zu erwarten’ (im räumlichen Sinne bis 16. Jh.). Als grammatischer Terminus zuekünftig zeit (um 1400) für mlat. (tempus) futurum; dafür (2. Hälfte 18. Jh.) Zukunft (s. ↗Futur). Zusammenkunft f. ‘Treffen, Versammlung’ (16. Jh.). abkommen Vb. ‘sich entfernen, frei-, loskommen’, ahd. abaqueman ‘vergehen’ (11. Jh.), mhd. abekomen ‘von etw. loskommen’; Abkommen n. ‘Übereinkunft, Vertrag’ (2. Hälfte 17. Jh.), zuvor ‘Abstammung, Herkunft’ (1. Hälfte 16. Jh.); Abkomme m. ‘Nachkomme’ (Mitte 18. Jh.); abkömmlich Adj. ‘entbehrlich’ (1. Hälfte 19. Jh.). ankommen Vb. ‘über einen kommen, ergreifen, eintreffen’, ahd. anaqueman (9. Jh.), mhd. anekomen ‘über einen kommen, hereinbrechen, anfangen, angreifen’; Ankömmling m. ‘neu Hinzukommender’ (17. Jh.). aufkommen Vb. ‘entstehen, sich bilden, sich erheben’, ahd. ūfqueman ‘heraufkommen, auftauchen, entstehen’ (8. Jh.), mhd. ūfkomen ‘in die Höhe kommen, stark werden, heranwachsen, entspringen, am Leben bleiben’. auskommen Vb. ‘zurechtkommen, reichen’, ahd. ūʒqueman ‘herauskommen’ (9. Jh.), mhd. ūʒkomen ‘herauskommen, entstehen, Gewohnheit werden, sich verbreiten’, frühnhd. ‘mit Geldmitteln reichen, sich vertragen’ (15. Jh.); Auskommen n. ‘Lebensunterhalt, Einverständnis’, frühnhd. ‘Einkommen’; auskömmlich Adj. ‘genügend, ausreichend’ (17. Jh.). einkommen Vb. ‘als Gewinn eingehen, sich mit etw. an jmdn. wenden’, ahd. inqueman ‘eindringen, eintreten’ (9. Jh.), mhd. īnkomen; Einkommen n. ‘ständige Einnahme, Gehalt’, mhd. īnkomen ‘Eintreffen, Ankunft’. entkommen Vb. ‘entgehen, -fliehen, -weichen’, mhd. entkomen. herkommen Vb. ‘hierherkommen’, frühnhd. ‘abstammen’, ahd. heraqueman ‘herkommen’ (9. Jh.), mhd. herkomen; vgl. mhd. herkomen Part.adj. ‘aus der Fremde gekommen’; Herkommen n. ‘Herkunft, Abstammung, Brauch, Sitte, Überlieferung’ (15. Jh.); herkömmlich Adj. ‘der Herkunft gemäß, gebräuchlich, überliefert’ (18. Jh.). nachkommen Vb. ‘später kommen’, ahd. nāhqueman ‘nachfolgen’ (um 1000), mhd. nāchkomen ‘nachfolgen’; Nachkomme m. ‘Verwandter in absteigender Linie’, mhd. nāchkome ‘Nachfolger, Nachkomme’; vgl. gleichbed. ahd. afterquemo (10. Jh.); Nachkommenschaft f. ‘Gesamtheit der Nachkommen’ (17. Jh.); Nachkömmling m. ‘nachgeborenes Kind, Nachzügler’, mhd. nāchkomelinc ‘Nachfolger, Nachkömmling’. niederkommen Vb. ‘gebären’ (vgl. mhd. kindes niderkomen), ahd. nidarqueman ‘herabsteigen, fallen’ (um 800), mhd. niderkomen ‘herabfallen, herunterfallen, zu Bett gehen, sich hinlegen’ (seit frühnhd. Zeit auf das Kindbett eingeengt). übereinkommen Vb. ‘sich mit jmdm. einigen’, frühnhd. ‘zusammenfallen, mit jmdm. einig, zufrieden werden’. überkommen Vb. (von Gefühlen, Empfindungen) ‘ergreifen’, älter ‘über etw. kommen, es in seine Gewalt bringen’, ahd. ubarqueman ‘überraschen, überwinden, besiegen’ (8. Jh.), mhd. überkomen ‘hinüberkommen, die Oberhand behalten, verabreden, übereinkommen, zu etw. gelangen, überfallen, bezwingen, überstehen’; überkommen Part.adj. ‘überliefert, vererbt’ (16. Jh.). umkommen Vb. ‘ums Leben kommen, sterben, verderben’, mhd. umbekomen ‘vorüber-, zu Ende gehen, sterben’; vgl. ahd. umbiqueman ‘herumgehen, umringen’ (8. Jh.). unterkommen Vb. ‘Aufnahme, Obdach, Anstellung finden’, umgangssprachlich auch ‘vorkommen’ (Anfang 17. Jh.), ahd. untarqueman (9. Jh.), mhd. underkomen ‘dazwischentreten, verhindern’. verkommen Vb. ‘den inneren Halt verlieren, verwahrlosen’, älter ‘vergehen’, mhd. verkomen ‘vorübergehen, zu Ende gehen, vergehen’; Verkommenheit f. ‘sittlicher Niedergang, Verwahrlosung’ (19. Jh.). vorkommen Vb. ‘nach vorn kommen, zum Vorschein kommen, sich ereignen, geschehen, vorhanden sein’, ahd. furiqueman ‘zuvor-, herauskommen, zutage treten’ (8. Jh.), mhd. vorkomen ‘erscheinen, offenbar werden’; Vorkommnis n. ‘Vorfall’ (19. Jh.). zukommen Vb. ‘gebühren, zustehen, passend sein’, älter auch ‘sich auf etw. zubewegen, sich nähern, Nutzen haben, mit etw. genug haben’, ahd. zuoqueman ‘herannahen, hinzukommen’ (8. Jh.), mhd. zuokomen ‘eintreffen, erscheinen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(in den Bahnhof) einlaufen · ↗(sich) einfinden · ↗(sich) einstellen · ↗ankommen · ↗einlaufen (Schiff) · ↗eintreffen · ↗erscheinen  ●  ↗(irgendwo) einschweben  ugs., ironisch, fig. · (sich) blicken lassen (bei)  ugs. · andackeln  ugs. · angeschoben kommen  ugs., salopp, variabel · anmarschiert kommen  ugs. · ↗anrücken  ugs. · ↗antanzen  ugs. · ↗anwackeln  ugs. · ↗aufkreuzen  ugs. · ↗aufschlagen  ugs., fig. · im Anflug sein  ugs., fig. · im Anmarsch sein  ugs., fig. · um die Ecke kommen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(in etwas) Einzug halten · ↗(sich) einfinden · ↗(sich) nähern · ↗ankommen · dazu kommen · dazu stoßen · ↗eintreffen · ↗erreichen · ↗erscheinen · ↗herkommen · ↗hinzustoßen · ↗nahen  ●  (sich) blicken lassen  ugs. · auf der Bildfläche erscheinen  ugs.
Unterbegriffe
  • unangemeldet erscheinen  ●  ↗hereinplatzen  ugs. · mit der Tür ins Haus fallen  ugs.
Synonymgruppe
Synonymgruppe
einen Orgasmus haben · zum Höhepunkt kommen
Synonymgruppe
kosten · sich belaufen auf · zu Buche schlagen  ●  ↗machen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
erreichen · ↗holen · ↗kommen (auf)  ●  ↗(Ergebnis) einfahren  fig.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(irgendwohin) befördert werden · (irgendwohin) gesteckt werden · (irgendwohin) geworfen werden · ↗(irgendwohin) kommen · (irgendwohin) sortiert werden · ↗(irgendwohin) wandern
Assoziationen
Synonymgruppe
(irgendwohin) gehören · (irgendwohin) geräumt werden müssen · ↗(irgendwohin) kommen
Assoziationen
Synonymgruppe
(genug / zu wenig / ausreichend) vorhanden sein · ↗(genug / zu wenig) haben · ↗auskommen · ↗ausreichen (Menge, Zeit) · ↗genügen · ↗kommen (über / durch / bis) (Zeitspanne, Ziel) · ↗reichen · ↗vorhalten (mit Zeitdauer)  ●  ↗(genug / zu wenig / ausreichend) da sein  ugs. · (he)rumkommen mit  ugs. · ↗hinreichen  geh. · ↗langen  ugs. · ↗zureichen  ugs., regional
Assoziationen
  • (sich) erschöpfen · aufgebraucht sein · leer werden · nicht mehr am Lager (Kaufmannsspr.) · nicht mehr auf Lager · zur Neige gehen  ●  (da) nix mehr von da sein  ugs., ruhrdt. · alle sein  ugs. · ↗aus sein  ugs. · ↗ausgehen  ugs. · ham wer nich  ugs., Jargon · is nich (mehr)  ugs. · keine / nichts mehr da sein  ugs. · nichts mehr davon da sein  ugs.
  • (jemandes) Geld reicht zum Leben · (sein) Auskommen haben · für jemandes Lebensunterhalt ist gesorgt · haben, was man (zum Leben) braucht · mit seinem Geld auskommen · seinen Lebensunterhalt bestreiten (können)  ●  ↗klarkommen (mit)  ugs. · ↗zurechtkommen (mit)  ugs. · über die Runden kommen (mit)  ugs., fig.
  • (jemanden) knapphalten · ↗einsparen · ↗geizen (mit) · ↗knausern (mit) · mit wenig Geld auskommen · ↗sparen · sparsam leben · sparsam umgehen mit  ●  sparsam sein  Hauptform · auf seinem Geld sitzen  ugs., fig. · ↗knapsen  ugs.
  • (gut) genug sein · ↗(jemandem) genügen · ↗(jemandem) reichen · auskommen mit · ↗ausreichen · mehr braucht jemand nicht  ●  ↗(schon) hinkommen (mit)  ugs. · es tun  ugs. · ↗langen  ugs.
Synonymgruppe
(einen) Samenerguss haben · zum Samenerguss kommen  ●  (jemandem) geht einer ab  ugs. · ↗abspritzen  derb · ↗abwichsen  vulg. · ↗ejakulieren  fachspr. · in die Muschel rotzen  vulg. · sich ergießen  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
ankommen · ↗eingehen (Sendung, Geldüberweisung) · zugestellt werden  ●  (seinen) Bestimmungsort erreichen  Amtsdeutsch · ↗(noch nicht / schon) da sein  ugs.
Assoziationen
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) seine Aufwartung machen · (sich) begeben zu · ↗aufsuchen · einen Besuch abstatten · ↗visitieren  ●  ↗(jemanden) (mit seinem Besuch) beehren  ironisierend · ↗besuchen  Hauptform · (jemandem) auf die Bude rücken  ugs., salopp · (sich) blicken lassen  ugs. · eine Visite abstatten  geh., veraltet
Unterbegriffe
  • (einen) Kurzbesuch abstatten  ●  auf einen Husch zu jemandem gehen  ugs., regional, variabel · auf einen Sprung vorbeikommen  ugs. · kurz reinspringen (bei)  ugs.
  • (einen) Kurzbesuch abstatten · ↗hereinschauen · ↗vorbeigehen (bei) · ↗vorbeikommen · ↗vorbeischauen (bei) (Besuch)  ●  (sich) (kurz) blicken lassen (bei)  ugs. · auf einen Kaffee mit hochkommen  ugs. · auf einen Kaffee mit reinkommen  ugs. · auf einen Kaffee vorbeikommen  ugs. · ↗reinschauen (bei)  ugs.
  • (irgendwo) Stammgast sein · (irgendwo) häufig verkehren · ↗(regelmäßig / oft) besuchen · ↗frequentieren · häufig besuchen · häufiger Gast sein  ●  häufig unser Gast sein  variabel · oft kommen  ugs.
  • (einen) Hausbesuch machen · (jemandem) einen Hausbesuch abstatten · (jemanden) an seinem Wohnsitz aufsuchen · (jemanden) zu Hause besuchen  ●  (jemandem) auf die Bude rücken  ugs.
  • (die) Bude einrennen · oft aufsuchen · oft besuchen · ständiger Gast sein  ●  (bei jemandem / irgendwo) ein und aus gehen  ugs.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ergebnis Frage Idee Leben Menschen ankommt auch aufkommt da dann er es herauskommt hinzukommt ich nicht noch nur sie so spät vorkommt wieder wiederkommt wir zugute zukommt zurückkam zusammenkommen zustande

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›kommen‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kommt daher, dass diejenigen, die vorher geringfügig beschäftigt waren, jetzt sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.
Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]
Die Frage kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
Die Zeit, 27.04.2000, Nr. 18
Zu gleichen Vereinigungen kommt es in den anderen westlichen Zonen.
o. A.: 1946. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 6550
Möglicherweise kam er also 1095 mit längst erwogenen Absichten dorthin.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 8081
Zugute kommt ihm dabei die persönliche Kenntnis eines großen Teils der europäischen Länder.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1939, S. 320
Zitationshilfe
„kommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/kommen>, abgerufen am 22.09.2017.

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